Erstellt am 20. April 2017, 12:29

Schneechaos im Bezirk Mödling. Das Schnee-Chaos hat im Bezirk Mödling vor allem die Wienerwald-Gemeinde getroffen.

Durch die Sperre der A1 versuchten viele Autofahrer ihr Glück über die B13 – und blieben im Raum Laab im Walde hängen. Über eine Länge von etwa 2 km standen zahlreiche Fahrzeuge quer zur Fahrbahn und steckten im Schnee fest. Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei wurden dadurch blockiert.

Spaziergänger in Wald gefangen

Fahrzeuge der Gemeinde und der FF Laab im Walde machten eine Fahrspur frei, danach widmeten sich die Kräfte der Schneeräumung im Ort. Dramatisch gestaltete sich die Suche nach einem Spaziergänger, der durch den plötzlichen massiven Schneefall förmlich im Wald gefangen war. Ein Fahrzeug der Feuerwehr arbeitete sich schrittweise durch die umgestürzten Bäume und den tiefen Schnee zur Person, um diese zu befreien.

Feuerwehr in Breitenfurt im Dauereinsatz

Stundenlang standen Mitglieder der FF Breitenfurt im Dauereinsatz. Pkw wurden geborgen, Bäume von der Schneelast befreit, Leitungen freigelegt. Koordiniert werden die Einsätze von der eigene Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus.

Zwei Kameraden nahmen Notrufe von Privatpersonen und Einsätze von der Bezirksalarmzentrale entgegen. Die Gernbergstraße war wegen der Umsturzgefahr der Bäume gesperrt. „Auch die Hochrotherdstraße war gesperrt, hier ist die Freigabe allerdings bereits erfolgt“, erklärte Amtsleiter Andreas Schöny. „Gesternabend konnten die Einwohner trotz massiven Staus in den Ort hinein- und hinausfahren - niemand ist gestrandet.“  

Zahlreiche Autos beschädigt

Auch Kaltenleutgeben hat es schlimm erwischt. Die Kaltenleutgebner Straße ist bis jetzt wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Zahlreiche Autos wurden beschädigt. Ein Shuttlebus lieferte alle Gestrandeten gegen 23 Uhr von der Sonnbergstraße bis in den Ort hinein ab.

Straßen gesperrt

„Jedoch konnten immer nur ein oder zwei Fahrzeuge benutzt werden, daher kam es zu langen Wartezeiten“, berichtet Amtsleiter Peter Fuchs, selbst Betroffener. „Die Wiener- und die Kaltenleutgebner FF haben alle Hände voll zu tun und versuchen, die Straße zu räumen. Kurzzeitig war auch die Straße Richtung Sulz gesperrt. Momentan ist es wieder möglich, von Sulz nach Kaltenleutgeben zu kommen. Wie lange die Sperre in die andere Richtung noch dauert ist nicht absehbar.“

Im tief winterlichen Sparbach – es fielen rund 30cm Neuschnee - wurde die Feuerwehr zu einer LKW-Bergung gerufen:

Keine ruhige Minute in Bezirksalarmzentrale

Auch in der Bezirksalarmzentrale (BAZ), die im FF-Haus in Mödling etabliert ist, gibt es seit gestern, Mittwoch kaum eine ruhige Minute. Als erste Reaktion auf die Totalsperre der A21 wurde die Leitzentrale mit zwei zusätzlichen Disponenten besetzt.

Diese Entscheidung erwies sich im Laufe der weiteren Nacht als richtig und notwendig, da sich die Lage bis Mitternacht immer weiter zuspitzte. Aufgrund der A21-Sperre versuchten die nicht ortskundigen und zumeist schon mit Sommerreifen ausgerüsteten Fahrzeuglenker, sich ihren Weg über die Bundesstraßen durch den Wienerwald zu bahnen, was den Verkehr in diesem Bereich immer wieder vollständig zum Erliegen brachte. Insgesamt wurden die Feuerwehren des Bezirkes zu knapp 200 Einsätzen alarmiert.

www.ffmoedling.at

Die Hälfte davon galt umgestürzte Bäume oder Baumteile auf Straßen, Häusern oder Stromleitungen, die andere Hälfte betrafen Fahrzeugbergungen, vorwiegend um hängengebliebene Lkw. Zahlreiche Meldungen über Stromausfälle und Beschwerden über die „nicht ausreichende Räumung bzw. Streuung der Straßen durch den Winterdienst“ führten zusätzlich zu erhöhter Auslastung der Notrufleitungen. Auch die Brandmeldeanlagen im westlichen Teil des Bezirkes blieben vom Wetter nicht verschont – insgesamt kam es zu 13 Störungsmeldungen durch Stromausfälle.

Brandrat Peter Lichtenöcker, Kommandant der FF Mödling und gesamtverantwortlicher Leiter der BAZ betonte: „Bei solchen Ereignissen zeigt sich wieder, dass vordefinierte Abläufe und Alarmpläne sowie gut geschultes und professionelles Personal unverzichtbar sind. Ich bin ich stolz darauf, auf eine so professionelle Infrastruktur zurückgreifen zu können." 

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Schnee und Tee in Sta. Christiana

Massive Schneefälle führten gleich nach den Osterferien zu einer teilweisen Absperrung der Kaltenleutgebner Straße (Rodaun). Wie bereits in den Medien berichtet arbeiteten Polizei und Feuerwehr Tag und Nacht, um die Schäden zu beheben. Ein lokaler Stützpunkt war vor der Schule Sta. Christiana positioniert.

Spontan boten die SchülerInnen der Schule Sta. Christiana den Einsatzkräften Tee und Kaffee an. Die kleine Geste der Unterstützung und die netten Worte, die dabei gewechselt wurden, waren für alle eine willkommene Abwechslung in diesen kalten, verschneiten Tagen.

Die Schüler und der Lehrkörper der Schule Sta. Christiana bedanken sich beim Einsatzteam, dass ihre Schule wieder so rasch erreichbar war.

zVg