Erstellt am 12. November 2015, 14:36

Feuerwehr und SOS-Kinderdorf helfen Jugendlichen. Anfang November wurden in Wiener Neudorf vier weitere Flüchtlinge untergebracht: In einer Notwohnung der Gemeinde am Areal der Feuerwehr werden vier minderjährige unbegleitete Schutzsuchende von Mitarbeitern des SOS-Kinderdorfs betreut.

 |  NOEN, Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf

Im Zuge einer Bürgerveranstaltung der Marktgemeinde Wiener Neudorf Mitte Oktober 2015 wurde mehrmals die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen in den Notwohnungen der Gemeinde im neuen Feuerwehrhaus am Ricoweg gefordert.
 
Bereits am folgenden Tag wurde Feuerwehrkommandant Walter Wistermayer bei einem Gespräch mit Bürgermeister Herbert Janschka über dieses Anliegen informiert sowie erste Eckpunkte eines möglichen Projektes geklärt.

 "Selbstverständlich Menschen in Not zu helfen"

Für Wistermayer war von Beginn an klar, dieses Projekt zu unterstützen. Im Interview verrät er, dass „es für sein Team eine Selbstverständlichkeit sein muss, Menschen in Not zu helfen“. Sei es nach einem schweren Verkehrsunfall, nach einem Brand oder eben nach der Flucht aus ihrem Heimatland.

Da die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf als einer der einsatzstärksten niederösterreichischen Feuerwehren gilt, wurde mit dem SOS-Kinderdorf ein erfahrener Partner gewählt, welcher die Betreuung der Gäste im Feuerwehrhaus übernimmt.
 
Nach einstimmigem positiven Gemeinderatsbeschluss, Besprechungen der Feuerwehr und dem SOS-Kinderdorf sowie kleinen Umbauarbeiten in der Wohnung, konnten Anfang November vier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan im Feuerwehrhaus begrüßt werden. Die Jugendlichen werden ab sofort durch ein Team von erfahrenen Sozialpädagoginnen betreut.

„Um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen werden die Jugendlichen in der Feuerwehr nicht nur bei einfachen Tätigkeiten mithelfen,  sondern auch zu gemeinsamen Aktionen eingeladen“, so Wistermayer.


Information zur Notwohnung:

Die Wohnungen wurden als mögliche Notquartiere  im Zuge des Feuerwehrhausneubaus geschaffen. Bereits während der Planungsphase wurde darauf geachtet, dass die Wohnungen mit einem separaten Eingang vom Rest des Hauses getrennt sind.

Bis jetzt mussten die Wohnungen drei Mal durch die Gemeinde Wiener Neudorf nach Bränden oder mehrwöchigen Sanierungsarbeiten vergeben werden.