Erstellt am 06. März 2016, 08:14

von Daniela Purer

Eine Initiative hilft. Seit Mitte 2015 stehen bereits rund 60 Menschen den vier Asylfamilien im Ort mit helfender Hand beiseite.

Der Besuch des Naturhistorischen Museums mit den Flüchtlingsfamilien und Mitgliedern der Hilfsinitiative wurde von Gerda Madl (3.v.l.) Initiiert.  |  NOEN, privat

Vier hilfsbedürftige Familien haben derzeit ein Zuhause in Kaltenleutgeben gefunden. Großer Dank gebührt hierbei der privaten Flüchtlingsinitiative, welche seit Mitte 2015 aktiv ist.

Gründer Michael Winkler erzählt: „Letzten Juni habe ich gemerkt, dass das Thema Flüchtlinge zu einem brennenden Problem wird, wenn keine Lösungen gefunden werden. Aus diesem Grund wurde ich bei der Initiative in Perchtoldsdorf aktiv und habe in weiterer Folge unsere Initiative gestartet.“

Initiative mit rund 60 Mitgliedern

Die Flüchtlingshilfe Kaltenleutgeben hat derzeit rund 60 Mitglieder. „Derzeit haben nicht alle Familien denselben Status. Je nachdem fällt unsere Arbeit mit ihnen unterschiedlich aus“, so Winkler. Das größte Problem besteht für die Helfer in den Behördengängen: „Man kann sich nicht vorstellen, was wir für einen Behörden-Dschungel haben“, ist Winkler empört.

Sehr intensiv beschäftigen sich die Helfer und die Familien derzeit mit Deutschkursen, welche von den Freiwilligen umsonst durchgeführt werden. „Bald werden wir die A1-Prüfungen ablegen“, ist Winkler stolz.

Positive und freundliche Atmosphäre

Besonders wichtig ist für die Flüchtlingshilfe, eine positive und freundliche Atmosphäre zu schaffen. So werden Ausflüge ins Museum, wöchentliche Treffen oder gemeinsames Kochen organisiert.

Winkler: „Wir versuchen, möglichst ohne finanzielle Hilfe auszukommen. Auch an Sachspenden fehlt es uns derzeit nicht.“ Was aber fehle, sind männliche Hilfskräfte. Vor allem Zeit sollten diese mitbringen. „Ich habe mir eine Art Herrenrunde vorgestellt. Denn manche Themen kann man eben besser von Mann zu Mann besprechen.“