Erstellt am 13. Februar 2016, 05:28

von Daniela Purer

Friedliche Nachbarn. Die Bewohner der beiden Caritasheime in Breitenfurt hatten die Möglichkeit, einander besser kennenzulernen.

Die Bewohner des Hauses Roshan mit den Bewohnern des Hauses St. Bernadette.  |  NOEN, Purer
Nachdem Vorwürfe von einigen Altersheimbewohnern laut wurden, die Asylwerber im Caritashaus „Roshan“ in Breitenfurt wären zu laut und würden Rosen im Garten zerstören (die NÖN berichtete), entschied sich die Heimleitung zu einem gemeinsamen Gesprächstermin.

Die Moderation übernahm Caritas-Projektleiter Martin Schelm. Ziel war es, einander vorzustellen und den anderen mitzuteilen, was man sich unter guter Nachbarschaft vorstellt. Schelm: „Die Gastfreundschaft ist das höchste Gut auf der Welt. Es gehört sich, dass man sich vorstellt und sich gegenseitig kennenlernt.“

Die Asylwerber erzählten den „Bernadette“-Bewohnern Bewegendes aus ihrem früheren Leben und die Flucht nach Österreich. Zudem entschuldigten sie sich für den Lärm und baten die Bewohner, mit Beschwerden sofort zu ihnen zu kommen, um das friedliche Nebeneinander zu garantieren. Die Runde endete, als eine ältere Dame die Anwesenden daran erinnerte, dass viele von ihnen ebenfalls einen Krieg miterlebt haben und daher mehr Verständnis für die Situation aufbringen sollten.