Erstellt am 12. Juni 2016, 06:35

von Daniela Purer

Diskussion um Rasen in Kaltenleutgeben. Da der Platz intensiv genutzt wird, muss eine andere Lösung für das Gras gefunden werden. SPÖ ist für Kunstrasen.

 |  NOEN, zVg

Da der Fußballplatz auf der Eiswiese sehr intensiv bespielt wird, ist der Rasen ständig abgetreten. Nach Ansicht von SPÖ und FPÖ wäre die Aufbringung eines Kunstrasens, Kostenpunkt rund 55.000 Euro, die sinnvollste Lösung. ÖVP und Grüne wünschen sich jedoch einen Naturrasen.

Gemeinderätin Bernadette Schöny, ÖVP, erklärt die Gründe: „Ein Kunstrasen ist nicht nur pflegeintensiv, unsere Gemeinde sollte auch Vorbildwirkung haben und nicht unnötig Kunststoff erzeugen.“ Zudem sei es laut Schöny nicht förderlich, mitten im Biosphärenpark Wienerwald einen Kunstrasen anzubringen. Ein professioneller Gärtner, der sich um das Gras kümmert, sei eine bessere Lösung. „In naher Zukunft kommen genügend kostenintensive Projekte, wie die Renovierung des Gemeindeamtes und des Turnsaales auf uns zu.“

Kunstrasen nicht die beste Lösung

Gabriele Gerbasits von den Grünen schließt sich der Meinung der ÖVP an: „Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist ein Kunstrasen nicht die beste Lösung.“

Gerbasits möchte mit der Entscheidung außerdem noch bis zur nächsten Bürgerwerkstatt warten.

Gemeinderätin Sonja Häusler, SPÖ, zählt hingegen die Vorteile des Kunstrasens auf: „Auf längere Sicht ist diese Lösung am kostengünstigsten. Der Naturrasen wird auf der Eiswiese so stark bespielt und damit strapaziert, dass nichts wachsen kann. Auch von der Haltbarkeit bietet der Kunstrasen mehr Vorteile.“

So ist Kunstrasen laut Gemeinderätin Häusler zum Beispiel auch dann bespielbar, wenn es nass ist. Die Aufbringung des Kunstrasens wurde letztlich mit dern Mehrheit von SPÖ und FPÖ beschlossen.