Erstellt am 11. Februar 2016, 05:48

Gehörlose attackiert. Flucht in letzter Sekunde: Vor der Haustür wurde eine taube Frau von einem maskierten Angreifer gepackt.

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Ein Angreifer glaubte, in einer gehörlosen Frau ein einfaches Opfer gefunden zu haben - und irrte sich gewaltig. Eine 44-jährige Wiener Neudorferin wurde am Abend von ihrem Bruder nach Hause gefahren. Dieser wartete noch im Auto vor ihrem Haus, bis sie die Tür aufgeschlossen und sich winkend von ihm verabschiedet hatte.

Als sie das Licht im Eingangsbereich angeschaltet hatte, wurde sie plötzlich von hinten gepackt. Ein schwarz gekleideter und mit einer Sturmhaube maskierter Mann griff die Frau an. Dabei versuchte er, sie am Arm und an der Schulter zu greifen, woraufhin sich die Anwohnerin jedoch im Schreck umdrehte. Sie stieß einen lauten Schrei aus und drückte den Angreifer weg. Im letzten Moment konnte sie die Tür hinter sich schließen und den Sperrriegel zudrehen. Der Maskierte konnte ihr nicht folgen und trat die Flucht an. Verletzt wurde die Frau bei dem versuchten Überfall nicht, sie erlitt jedoch einen Schock.

Angreifer konnte die Flucht ergreifen

Kurze Zeit später meldete sie den Vorfall bei ihrem Bruder, der sofort zu ihr kam und die Polizei über den Zwischenfall informierte. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Verdächtigen im Großraum der Wohnadresse verlief jedoch ohne Erfolg.

Die Angegriffene konnte ihn als rund 1,65 m groß, von schmächtiger Statur und dunkel gekleidet beschreiben. Aufgrund der Maske konnte sie auch das Gesicht des Unbekannten nicht erkennen.

Da um das Grundstück des Hauses hohe Hecken stehen und es dadurch schwer einsehbar ist, vermuten die Ermittler, dass der Angreifer bereits auf die Frau gewartet hat.

Die Polizei ermittelt nun weiter in dem Fall und fahndet nach dem weiterhin flüchtigen Angreifer.