Erstellt am 26. Mai 2016, 06:54

von Daniela Purer

Gemeinsam pflegen in Breitenfurt. Der Biosphärenpark startete sein Pilotprojekt zur Förderung der Vegetation. Viele Flüchtlinge halfen mit.

Neben Bürgermeister Ernst Morgenbesser (9.v.r.) und Mitarbeitern des Biosphärenparks Wienerwald halfen zahlreiche Flüchtlinge bei der Säuberung der Grünflächen.  |  NOEN, Heiplik

Am Wochenende startete das Pilotprojekt des Biosphärenparks Wienerwald, bei dem Flüchtlinge und Ortsansässige an verschiedenen Standorten invasive Pflanzen entfernt haben, damit sich die Vegetation wieder optimal entwickeln kann.

Im Vorfeld wurden die Asylanten über gefährliche Pflanzen und Tiere, wie zum Beispiel Brennnessel und Zecken, aufgeklärt. Simone Wagner, Mitarbeiterin des Biosphärenparks erzählt: „Die Idee dahinter ist, dass sich Flüchtlinge und Ortsbewohner bei diesem Pflegetag besser kennenlernen.“

Auch Bürgermeister Ernst Morgenbesser, ÖVP, half mit: „Diese Aktion ist ein tolles Symbol für die wechselseitige Hilfe und Integration.“ In weiterer Folge sollen kleine Gruppen von Flüchtlingen und Bewohner im Sommer weitermachen und den Wald von unliebsamen Pflanzen befreien. Die Asylanten sind auf Kosten der Gemeinde Zeckenschutz geimpft. Da es sich bei den Arbeiten im Rahmen des Pflegeaktionstages um gemeinnützige Arbeit handelt, gelten die selben Bedingungen wie für Arbeiten am Bauhof der Gemeinde. Das bedeutet, die Flüchtlinge erhalten einen Anerkennungsbeitrag und sind unfallversichert.