Erstellt am 25. Mai 2016, 05:54

von Christoph Dworak

Baubeginn: Jetzt gibt’s kein Zurück mehr. Gendarmerie-Zentralschule | Der Abbruch der „exekutiven“ Gebäude hat begonnen; bis 2020 wird alles neu im Bereich des rund 4,5 Hektar großen Projektareals.

Das erste Gebäude in der Quellenstraße wird bereits dem Erdboden gleichgemacht.  |  NOEN, Richard Tanzer

 „Wir wollen noch im Sommer mit dem Abbruch beginnen“, meinte Pressesprecher Ernst Eichinger auf NÖN-Anfrage über einen möglichen Baustart am Areal der ehemaligen Gendarmeriezentralschule (GZS). Das war 2013. Passiert ist nichts – außer, dass die Diskussionen um die Umwidmung kein Ende nahmen.

Jetzt gibt es allerdings keine Zweifel mehr am Auftakt zur Umsetzung des Projekts: im Neusiedler-Viertel fahren Bagger auf. Nachdem in den vergangenen Wochen die Gebäude der ehemaligen exekutiven Zentralschule innen entkernt wurden, rückt nun schweres Gerät an. Bis Ende September werden alle sieben GZS-Gebäude abgebrochen.

Die ARE Development – eine auf Projektentwicklungen spezialisierte Tochter der ARE Austrian Real Estate – entwickelt auf dem Areal ein Stadtviertel mit rund 250 Wohnungen, Raum für Nahversorger und Dienstleistungsangebote sowie einem rund 1.350 Quadratmeter großen, öffentlichen Park.

Die Abbrucharbeiten haben in der Quellenstraße im Bereich des Wasserwerks begonnen. Aktuell tragen Bagger ein ehemaliges Unterkunftsgebäude ab. Sind die Arbeiten beendet, folgen die ehemaligen Lehrgangs-, Kommando- und Technikgebäude östlich der Grutschgasse.

Während der Sommerferien (=schulfreie Zeit) erfolgt schließlich der Abbruch des GZS-Gebäudes in der Technikerstraße gegenüber der HTL. Gearbeitet wird wochentags zwischen 7 und 20 Uhr. Lkw fahren an Schultagen erst nach 8.30 Uhr.

Bis 2020 soll der neue Stadtteil fertig sein

„Wir investieren insgesamt rund 70 Millionen Euro in die Entwicklung des Neusiedler-Viertels“, sagt ARE-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. „Damit schaffen wir attraktiven Wohnraum und eine nachhaltige Aufwertung des gesamten Stadtteils.“

Die Hochbauarbeiten für das neue Stadtviertel beginnen im Frühjahr 2017. Läuft alles plangemäß, erfolgt die Gesamtfertigstellung des neuen Wohnviertels bis 2020. Den Anfang machen Reihenhäuser mit über 30 Wohneinheiten an der Quellenstraße, westlich der Grutschgasse (Zone III). Parallel dazu errichtet ein gemeinnütziger Wohnbauträger rund 30 geförderte Mietwohnungen östlich der Grutschgasse (Zone II Ost). Zudem starten 2017 die Bauarbeiten im Bereich der Technikerstraße (Zone I), wo ein Nahversorger und zusätzliche Dienstleistungseinrichtungen – welche genau, ist noch offen – entstehen werden.

Anschließend ist eine zweite Bauphase vorgesehen. Auf der Westseite der Quellenstraße entstehen Stadtvillen mit rund 40 Wohneinheiten (Zone V), ein gemeinnütziger Wohnbauträger errichtet 40 geförderte Mietwohnungen (Zone II West). Darüber hinaus entwickelt die ARE knapp über 100 Wohnungen zwischen Quellen- und Guntramsdorfer Straße (Zone IV).

x  |  NOEN, Grafik: BM Architektur

Zum Thema

  • Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat 2013 mit der Austrian Real Estate (ARE) eine Tochtergesellschaft gegründet.

 

  • Ziel ist die Bewirtschaftung des Immobilien-Bestandes im Wert von über 2 Milliarden Euro.

 

  • Die ARE kauft, entwickelt und vermietet Top-Standorte in ganz Österreich. Unter anderem bildet „Urban Development“ (=das Finden optimaler Lösungen für Stadtteile) einen Schwerpunkt.