Erstellt am 24. April 2016, 07:14

von Karl Stiefel

Startschuss für die Stadtentwicklung. Letztmalige Begehung der ehemaligen Gebäudekomplexe, die nun Wohnhausanlagen weichen.

Wolfgang Gerlich, Gerald Ukmar, Werner Deringer, Rainer Praschak, Gerd Pichler (ARE Developement), Gerhard Wannenmacher und Marita Widmann.  |  NOEN, Karl Stiefel

Die ersten Abbrucharbeiten im Bereich der ehemaligen Gendarmerie Zentralschule (GZS) haben begonnen. Das Wochenende davor wurde von der Gemeinde genutzt, um Interessierten einen letzten Einblick in den Gebäudekomplex zu geben, bevor er einer Wohnhausanlage weichen wird.

Mit dabei war auch Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher, Grüne, der über 100 Besucher beim Infotag begrüßen durfte.

„Wir haben 12 Jahre geplant, jetzt ist es endlich soweit. Mit dem Abriss der baufälligen Gebäude stellen wir die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Neusiedler-Viertels. Besonders wichtig bei diesem Projekt sind der Gemeinde die Transparenz und die Information für die Anrainer. Deshalb wollen wir mit der Tour einerseits einen Abschied von den Gebäuden ermöglichen, gleichzeitig aber auch Infos zur Zukunft geben“, so Wannenmacher.

Begleitet durch die leeren Hallen wurde die Tour von Fremdenführerin Friederike Fida, die einen historischen Rückblick zur belebten Geschichte des GZS-Areals gab.

Die 1935 als Militärschule eröffnete Anlage wurde nur drei Jahre später zur Polizeischule umfunktioniert. In der Besatzungszeit war das Gebäude unter Kontrolle der Sowjets, danach wurde die Gendarmerie Zentralschule daraus, die 1979 ausgebaut wurde.

Erste Phase wird bis September dauern

Ein weiterer Höhepunkt waren die Berichte von Zeitzeugen, die über die Geschichte der Gendarmerie Zentralschule sowie des Neusiedlerviertels insgesamt plauderten. Mit dabei waren unter anderem Schulkommandant-Stellvertreter Hubert Brunner und Lehrgruppen-Leiter Josef Weschitz.

Die nun begonnenen Abbruch- und Abtransport-Arbeiten werden voraussichtlich bis September dauern. Am Grundstück zur Guntramsdorfer Straße wird für die Dauer der Bauarbeiten eine provisorische Baustellenzufahrt errichtet.

www.neusiedlerviertel.at

Zum Thema

Die Abbrucharbeiten werden voraussichtlich bis September 2016 dauern.

Auf der Baustelle wird wochentags zwischen 7 und 20 Uhr gearbeitet. Wegen des dichten Morgenverkehrs zur HTL Mödling dürfen Lkws an Schultagen erst ab 8.30 Uhr zur Baustelle zu- bzw. abfahren.

Um einer Verschmutzung der Straßen vorzubeugen, werden diese regelmäßig und ordnungsgemäß gereinigt. Zur Reduktion von Staubentwicklung wird während der Abbrucharbeiten der Bauschutt mit Wasser besprengt.