Erstellt am 03. Juni 2016, 07:25

von Christoph Dworak und Karl Stiefel

Wasser aus Kanone. Die Staubentwicklung beim Abbruchder Gebäude war enorm; die Stadt drohte gar mit Baustopp.

Baumanagerin Amanda Moser mit der Schneekanone, die zum Binden der Staubwolken in Stellung gebracht wurde.  |  NOEN, Karl Stiefel

So ambitioniert der Abbruch von Gebäuden der ehemaligen Gendarmeriezentralschule begonnen hatte, so jäh wurde er – fast – beendet. Und zwar behördlicherseits, wie Mödlings Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher, Grüne, im NÖN-Gespräch berichtet.

An zwei von drei Örtlichkeiten habe die Abbruchfirma ohne Wasser gearbeitet, „die Staubentwicklung war enorm. Darum haben wir dort am Mittwoch vor dem langen Wochenende mit einem einstweiligen Arbeitsstopp gedroht“.

Mehrere Hydranten zur Wasserentnahme geöffnet

Zwischenzeitlich hat die Gemeinde mehrere Hydranten zur Wasserentnahme geöffnet, seit Beginn der Woche läuft das (Abbruch-)Werkel an allen Schauplätzen wieder rund.

Amanda Moser von der öffentlichen Bauaufsicht dazu: „Wir haben durch den zweiten Hydranten und den gezielten Einsatz einer Schneekanone die Staubentwicklung wieder unter Kontrolle kriegen können. Die Kanone erzeugt feinen Wasser-Nebel, der selbst große Staubwolken binden kann.“

Das war nicht immer ganz einfach, wie Moser schildert: „Wegen des sich drehenden Windes mussten wir die Schneekanone teilweise neu ausrichten. Durch die Zusatzmaßnahmen konnten wir einen Abbruch-Stopp verhindern und weiterarbeiten.“

Von zwei der Gebäude der ehemaligen Schule sind mittlerweile nur noch Schutthaufen übrig, die nun abtransportiert werden.