Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:27

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Die Tumas schließen. Der traditionsreiche „Strudel-Heurige“ in Gießhübl schloss am Wochenende nach 60 Jahren seine Pforten.

Eine (Strudel-)Ära geht zu Ende: Magdalena und Walter Tuma.  |  NOEN, Schätzle

„Sag zum Abschied leise Servus“ hieß es am Sonntag nun endgültig für den Heurigen Tuma, der nach insgesamt 60 Jahren seines Bestehens seine Türen schloss.

„Mit 65 gehen wir in Pension“, hatten Magdalena und Walter Tuma beschlossen, und so machten sie es nun auch. Magdalena Tuma war im Heurigenbetrieb ihrer Eltern groß geworden. Als ihr Vater starb, übernahm sie die Bewirtschaftung des knapp ein Hektar großen Anbaugebietes. Ihr Mann Walter ging seinem Beruf nach.
Bekannt wurde der Heurige in der Perchtoldsdorfer Straße nicht nur durch seinen „Gemischten Satz“, der wurde im Jahr 2009 sogar mit Gold bewertet, sondern auch als „Strudel-Heuriger“. Hier konnte man immer zwischen drei pikanten und drei süßen Strudelsorten wählen. Magdalena Tuma: „Die Idee dazu kam eigentlich von meiner Schwiegermutter, und wir haben immer alles selbst gemacht.“

Dass sich Familie Tuma immer über eine große Menge an Stammgästen freuen durfte, versteht sich: „Diese sind natürlich sehr traurig, und der Abschied fällt uns auch nicht leicht.“