Gumpoldskirchen

Erstellt am 09. Februar 2017, 08:01

von APA Red

Novomatic kauft jährlich um eine halbe Milliarde ein. Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic hat vergangenes Jahr rund 500 Mio. Euro für Zukäufe in die Hand genommen. Heuer werde man ähnlich viel ausgeben, sagte Konzernchef Harald Neumann bei der Glücksspielmesse ICE in London.

2

16 stieg der Umsatz der Gruppe erneut um rund 1

Prozent. Neuer Trend sind Spiele mit Hollywoodhelden und Croupiers, die in Studios statt in Casinos sitzen.

Schon in den vergangenen Jahren war Novomatic stetig auf Einkaufstour. "Seit 2

9 haben wir 15

Akquisitionen gemacht", jährlich seien es etwa 2

, so der Novomatic-Chef. Bisher spielten die Zukäufe in der Liga 2

bis 5

Mio. Euro. "Mit den Casinos Austria und Ainsworth haben wir die 1

-Millionen-Grenze deutlich überschritten", sagte Neumann. Da sich der Glücksspielmarkt weltweit konsolidiere, werden auch die Novomatic-Zukäufe größer.

Den 17-Prozent-Anteil an den teilstaatlichen Casinos Austria hat Novomatic laut Neumann bereits bezahlt, die 53 Prozent am australischen Automatenhersteller Ainsworth - umgerechnet rund 319 Mio. Euro - noch nicht.

Australische Technologie für Europa

Für den Einstieg bei Ainsworth dürften bis Ende des Jahres die Genehmigungen sämtlicher Glücksspielbehörden weltweit vorliegen. Der Zukauf ist für Novomatic strategisch enorm wichtig, da die Niederösterreicher so den Zugang zum riesigen US-Markt bekommen. Ainsworth sei neben Aristocrat Marktführer in Australien und unter den Top-5-Glücksspielfirmen in den USA. Eine der Kernkompetenzen von Ainsworth seien die Jackpotsysteme. "Die haben von Australien aus die Welt erobert." Novomatic werde die australische Technologie auch in Europa einsetzen.

Während Ainsworth stark am australischen und US-Markt sei, sei Novomatic in Europa die klare Nummer eins. Während vor ein paar Jahren die Kernmärkte des Milliardenkonzerns aus Gumpoldskirchen Österreich, Deutschland und Osteuropa gewesen seien, seien es heute Großbritannien, Deutschland, Spanien und Italien.

In Österreich macht Novomatic nur mehr vier Prozent seines Umsatzes, Tendenz nicht steigend, da es keine Übernahmeziele mehr gebe. Am Headquarter Gumpoldskirchen hält Neumann aber fest.

Keine Angst vor Brexit

In Großbritannien ist Novomatic mit dem kürzlich genehmigten Zukauf von Talarius mit Abstand der größte Spielsalonbetreiber. Insgesamt 14.

Apparate aus dem Hause Novomatic gibt es nun auf der Insel.

Angst vor dem EU-Austritt der Briten hat Neumann nicht. "Der Brexit wird uns nicht treffen. Glücksspiel ist ein rein lokaler Markt, der hat mit Brexit nichts zu tun." Novomatic würde höchstens Auswirkungen spüren, wenn sich die wirtschaftliche Situation in Großbritannien verschlechterte, "wovon ich aber nicht ausgehe".

Nummer eins ist der Novomatic-Konzern auch in Deutschland. Da dort die Regeln nun strenger werden und etwa Zutrittskontrollen wie in Österreich verlangt werden, will das Unternehmen verstärkt auf eigene Spielsalons ("Arkaden") setzen. "Bisher haben wir 15

.

Maschinen unter Miete", so Neumann. Diese Zahl werde sich um ein Drittel reduzieren.

In Italien habe Novomatic bei den Video Lottery Terminals (VLT, zentralvernetzte einarmige Banditen) den höchsten Marktanteil, in Osteuropa sei man schon lange Marktführer.

In 8

Ländern tätig

Novomatic ist mittlerweile in rund 8

Ländern tätig und betreibt rund 25

.

Apparate sowie rund 1.9

Spielstätten. Von den knapp 29.

Mitarbeitern sitzen rund 3.

in Österreich. Zur Glücksspielmesse ICE in London sind 5

Novomatic-Mitarbeiter aus aller Welt angereist, um Produkte herzuzeigen.

Im Trend, insbesondere in den USA, sind sogenannte Lizenzspiele, in denen Hollywoodstars, Musikgruppen oder Sportler - etwa Fußballer oder Darts-Weltmeister - auftreten. Bei der Glücksspielmesse in Las Vegas in Herbst will Novomatic ein besonderes Spiel präsentieren, in dem ein bekannter Blockbuster verarbeitet wurde, kündigte Technologievorstand Thomas Graf, Sohn von Firmengründer Johann Graf, an.

Generell "schreitet die Virtualisierung der Glücksspielwelt voran", so Graf. So werden Hunde- und Pferderennen "virtuell gerendert", also zu den echten Rennen dazugemischt.

Casino-Fans müssen heutzutage nicht mehr ins Casino gehen, um live Roulette zu spielen. So mancher Croupier sitzt nämlich nicht mehr im echten Casino, sondern in einem Studio. "Die Ergebnisse werden live über Internet übertragen." Die Spieler kommunizieren via Chat mit den "live dealers".

In den USA setzt Novomatic bzw. die Tochter Greentube im Online-Bereich vor allem auf Social Games, bei denen nicht um echtes Geld, sondern um - freilich echt zu kaufende - virtuelle Währung gespielt werden kann. "Das ist ein guter Weg Kunden zu erreichen, wenn sie nicht im Casino sind", so Graf. In den USA ist das Internetzocken um echtes Geld außer in New Jersey de facto verboten.

Umsatz um rund 1

Prozent gesteigert

Auch im Sportwetten- und Lotterienbereich gebe es immer mehr interaktive Angebote. Und bei den Slot Machines werden die Monitore immer größer, die Spielinhalte immer ausgeklügelter. Um an einarmigen Banditen zu zocken, muss man mittlerweile nicht einmal mehr aufstehen, sondern kann über Tasten an der Sessellehne Geld einsetzen. 3D-Brillen haben sich im Glücksspielbereich hingegen nicht durchgesetzt. "Das wollen die Leute einfach nicht", meinte Graf.

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Dworak, Novomatic

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Dworak, Novomatic

Zum Novomatic-Imperium gehören mittlerweile mehr als 2

konsolidierte Firmen. 2

16 steigerte das Unternehmen den Umsatz laut vorläufigen Berechnungen um rund 1

Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Der Gewinn sei jedoch nicht in dem Ausmaß gewachsen, so Neumann. Zusammen mit den beiden Schwesterholdings Gryphon Invest AG und ACE Casino Holding AG ergebe sich für 2

16 ein addierter Gruppenumsatz von 4,4 Mrd. Euro.