Erstellt am 25. November 2015, 06:13

von NÖN Redaktion

Weltrekord geglückt: ";Salzkristall" steht. Mit dem größten Kristallmodell der Welt macht Robert Krickl aus Brunn die mineralische Symmetrie begreifbar.

Robert Krickl mit seinem Atommodell: Mehrere Jahre hat der promovierte Mineralforscher an der Umsetzung gearbeitet.  |  NOEN, Edelbauer

 „Das größte Modell eines Kristalles“ – auf Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde darf der Brunner Robert Krickl seit Montag stolz sein. Sein drei Meter hohes Modell eines Salzkristalles hatte der promovierte Mineraloge seit fast einem Monat in der Aula des Wiener Rathauses aufgebaut, um das „stiefmütterlich behandelte Thema der Mineralogie sicht- und greifbar zu machen“.

Um exakt 10 Uhr war der um eine Milliarde vergrößerte Kristall fertiggestellt: knapp 39.000 Kugeln stellen die Atome, fast 10 Kilometer an Stäben die Verbindungen dar.

Suche nach Hersteller für Projekt

Krickl war sichtlich erleichtert, den präzise konstruierten Koloss endlich an seinen Bestimmungsort gebracht zu haben: „Ich habe in meiner Wohnung in Brunn zuletzt fast campen müssen, so dicht war alles zugestellt. Und auch davor hat es eine Menge Probleme gegeben. Es hat nämlich bereits einige Jahre gedauert, eine Firma zu finden, die solche Kugeln herstellen kann.“

Denn, das ist der Haken: Wäre nur eine Kugel schief, würde sich das gesamte Modell verziehen. Bei der Präsentation des einzigartigen Projektes wurde Krickl dementsprechend von Herta Effenberger, Präsidentin der Mineralogischen Gesellschaft Österreich, sowie Andreas Baumgarten, Präsident der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft, unterstützt.

„Die Struktur der anorganischen Welt ist kristallin“, meinte in ihrer Wortspende Effenberger. „Nur wissen das die Menschen kaum. Umso toller sind Projekte, bei denen Naturwissenschaft fassbar gemacht wird.“ Krickl hat sich das zur Lebensaufgabe gemacht: „Das Modell ist auch wiederverwendbar und soll in den nächsten Jahren in Schulen, Museen und anderen Bildungsstätten gezeigt werden.“