Gumpoldskirchen

Erstellt am 22. September 2016, 07:37

von Andrea Rogy

Die Weinlese beginnt. Qualität und Menge der Trauben lassen eine gute Ernte erwarten. Kaum Schäden durch Hagel oder Frost.

Christian Kamper, Obmann des Gumpoldskirchner Weinbauvereins, prüft die Reife der Trauben. Nächste Woche kann die Ernte beginnen.  |  NOEN, Andrea Rogy

„Wir erwarten in diesem Herbst eine gute Ernte“, freut sich der Obmann des Weinbauvereins Gumpoldskirchen, Christian Kamper. Sowohl die Qualität als auch die Menge der Weintrauben werden in der Region Gumpoldskirchen zufriedenstellend ausfallen.

Die klimatischen Bedingungen für die Weinstöcke waren in dieser Saison sehr gut. Der Frost im März konnte dem Großteil der Rieden nichts anhaben. „Lediglich einige Pflanzen entlang der Weinbaugebiete an der Bahn und beim Kanal haben frische Triebe eingebüßt“, präzisiert Kamper. In den Gunstlagen entlang der Weinbergstraße hat der Frost keine Schäden angerichtet. Das Frühjahr brachte den Weinstöcken einen ausgewogenen Mix aus Feuchtigkeit und Sonnenschein.

Sehr schönes Traubenmaterial

„Wir haben heuer sehr schönes Traubenmaterial“, beschreibt Kamper die hohe Qualität der diesjährigen Ernte. Zwar wirken die Trauben bereits vollreif, brauchen nach Einschätzung des Experten aber noch ein wenig mehr Sonne um den notwendigen Zuckergrad zu erreichen: „Die bei uns bevorzugt angebauten Sorten wie Rotgipfler und Zierfandler werden mit einem höheren Zuckergehalt und daher etwas später geerntet.“ Der Ertrag liegt dann bei ungefähr 3.500 bis 4.000 Liter pro Hektar.

Jene Trauben, die bereits geerntet wurden, gehen in die Produktion von Most und Sturm. Den ersten frischen Wein erwartet Kamper dann zeitgerecht zu Martini, im November.

Von der Menge her wird es für die Gumpoldskirchner Weinbauern ein durchschnittliches Jahr: „Der Behang ist gut, wir hatten keine Schäden durch Hagelunwetter.“ In Gumpoldskirchen gibt es rund 70 Winzer, 15 davon sind Vollwertbetriebe.