Gumpoldskirchen

Erstellt am 23. April 2017, 05:30

von Andrea Rogy

Neubau musste verschoben werden: Investor wird gesucht. Modernes Gemeindezentrum kann nach Absprung des Hauptinvestors nicht realisiert werden. Neuer Geldgeber gesucht.

Bürgermeister Ferdinand Köck sucht einen neuen Investor für das Betriebsgebiet „Ruffenbrunn“.  |  VP

Der Bau des neuen Gemeindezentrums am Areal der aufgelassenen landwirtschaftlichen Fachschule liegt derzeit auf Eis. Nach dem Absprung des Hauptinvestors gibt es derzeit nicht genügend Finanzmittel zur Realisierung des Projektes.

„Die Planungen wurden gestoppt, derzeit suchen wir intensiv nach einem neuen Investor“, bestätigt Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, im Gespräch mit der NÖN. Der anvisierte Standort für das neue Gebäude soll aus seiner Sicht aber beibehalten werden: „Im Rathaus gibt es akute Platzprobleme, die Gemeindeverwaltung braucht dringend mehr Platz“, konkretisiert der Ortschef.

"Dem Geldgeber hat's nicht gepasst"

Die Geldspritze für das neue Verwaltungsgebäude ist eng mit der Entwicklung des Betriebsgebietes „Ruffenbrunn“ verknüpft. Der abgesprungene Geldgeber wollte der Gemeinde das sechs Hektar große Betriebsgebiet abkaufen und auch wirtschaftlich „entwickeln“, also sich darum kümmern, dass sich in diesem Gebiet Betriebe ansiedeln.

Die Gemeinde hätte einerseits durch den Verkauf der Grundflächen an den Investor und andererseits durch die Abgaben der angesiedelten Betriebe Einnahmen lukriert. „Dem Geldgeber haben die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die in Österreich bei der Entwicklung eines solchen Projektes gelten, nicht gepasst. Daher hat er sich zurückgezogen“, bedauert Köck.

Nun liegen die Entwürfe wieder in der Schublade. Zur Realisierung des Großprojektes, für das der Bürgermeister einen Finanzbedarf zwischen sechs und acht Millionen Euro sieht, braucht es einen neuen Partner.