Erstellt am 22. Januar 2016, 05:38

von Alina Burlacu

Uneinig bei Asyl-Thema. Die Causa „Flüchtlinge“ spaltet den Gemeinderat: „Roter“ Antrag wird von ÖVP und FPÖ abgelehnt.

APA/HELMUT FOHRINGER

In der letzten Gemeinderatsitzung brachte die SPÖ Gumpoldskirchen einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Flüchtlinge ein.

Ziel sollte sein, die Gemeinde dazu zu bewegen, aktiv an der Aufnahme einiger Flüchtlingsfamilien zu arbeiten. Doch dieser Antrag wurde mit den Stimmen der ÖVP sowie FPÖ abgelehnt.

Christian Tschirk, stellvertretender Vorsitzender der SPÖ, der den Antrag eingebracht hat, erklärt, dass er eine Grundsatzposition der Gemeindeführung erfahren wollte: „Es ging um die grundsätzliche Zustimmung zur zeitnahen Umsetzung der gerechten Quote für die Unterbringung von Flüchtlingen, Sicherstellung von Notquartieren und unterstützende Integrationsmaßnahmen für Asylsuchende und die bereits im Ort wohnhafte Gumpoldskirchner Bevölkerung. Wie stehen wir zu dem Thema?“

Bis Ende Jänner soll ein Konzept stehen

Zu lange hätte man in puncto Notquartiere „hin und her getan. Ich wollte wissen, in welche Richtung es überhaupt gehen soll“, so Tschirk, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Für Flüchtlinge setzt sich auch der Verein „Gumpoldskirchen hilft“ ein. Die NÖN hat berichtet. „Da ist ein Quartier ebenfalls Thema, aber wenn ein politischer Rückenwind weht, erweist sich das als schwierig“, berichtet Tschirk.

Daher sei man bisher noch gescheitert. Nun will man bis Ende Jänner ein Konzept erstellen, auch eine Container-Lösung ist angedacht. „Im Anschluss wollen wir mit dem Bürgermeister darüber reden“, informiert Tschirk.

Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, erklärt, warum der Dringlichkeitsantrag abgelehnt wurde: „Das ist Thema im Sozialausschuss und der Verein ist ohnehin aktiv. Es ist nicht Aufgabe der Gemeinde.“ Zudem sollten Schritte in diese Richtung nur im Einklang mit der Bevölkerung stattfinden.