Erstellt am 09. April 2016, 06:24

von Alina Burlacu

Verein gibt nicht auf. „Gumpoldskirchen hilft“ macht sich weiterhin für Asyl-Unterbringungen stark. Aber auch Notleidenden wird geholfen.

Im Zuge der Generalversammlung wurde Johanna Spörk (2.v.l.) die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Christian Tschirk, Karl Kühn und Obfrau Andrea Brunner gratulierten.  |  NOEN, privat

Noch im letzten Jahr wurde der Verein „Gumpoldskirchen hilft“ spontan gegründet. Schnell waren auch viele Hilfsbereite gefunden, wie Obfrau Andrea Brunner damals erzählte.

Ziel des Vereins – der politisch unabhängig ist und bleiben will – ist es, Flüchtlingen und Asylwerbern in der Marktgemeinde zu helfen und Mitbürger, die Hilfe anbieten, zu unterstützen und zu koordinieren.

Hinzugekommen ist, dass der Verein sich auch für notleidende Gumpoldskirchner einsetzt. „Das wissen viele noch gar nicht, aber es gibt immer wieder Fälle, wo wir helfen können. Das ist das Gute bei so einem Verein, dass wir schnell handeln können“, berichtet Brunner.

Unterbringung bleibt größtes Problem

Nun fand eine Generalversammlung des Vereins statt, im Zuge derer es auch einen Rückblick gab. „Wir haben in der Gemeinde einen Vater mit seinem Sohn sowie eine syrische Familie. Eine weitere Familie, die hier ist, wird demnächst woanders untergebracht“, so Brunner. Das größte Problem sei jedoch nach wie vor die Unterbringung.

Bisher finden Flüchtlinge nur bei Privatpersonen ein Dach über den Kopf. „Derzeit finden Gespräche statt. Wir würden gerne Container aufstellen“, so die Obfrau.

SP-Gemeinderat Christian Tschirk, Mitglied des Vereins, berichtet: „Wir würden gerne Quartiere für diejenigen anbieten, die schon Asylstatus haben und wo es klar ist, dass sie länger hierbleiben. Doch die Gemeinde stellt die Grundstücke nicht zur Verfügung.“

Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, erklärt: „Es gibt in der Gemeinde keine Grundstücke. Wir haben ja auch nichts dagegen, wenn Lösungen gefunden werden und es geordnet abläuft.“