Erstellt am 07. April 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

Aufregung um Baum-Schnitt. Experte rechtfertigt Vorgangsweise aus Sicherheitsgründen.

In sozialen Medien kam es zu viel Wirbel um die vom Land NÖ beauftragten Arbeiten am Wr. Neustädter-Kanal in Guntramsdorf. Hier zu sehen, ein Baumkahlschnitt am Radweg Velo 9.  |  NOEN, Hobek-Zimmermann

Umweltgemeinderätin Monika Hobek-Zimmermann, Grüne, berichtet: „Wir wurden vom Land lediglich über die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Baumkataster des Landes verständigt. Es gab aber weder Informationen über die einzelnen Maßnahmen noch Begründungen.“

Wenn solche Infos rechtzeitig kämen, könne man die Bevölkerung mittels Hinweisschilder und über die Gemeindezeitung vorinformieren, meint Hobek-Zimmermann. „Bei Baustellen ist so eine Vorgehensweise selbstverständlich.“

Die Gemeinderätin ist zudem entsetzt, denn es habe „weder Rücksichtnahme auf Tier- noch Pflanzenwelt gegeben. Es wurde sogar ein radikaler Rückschnitt des Baumes vorgenommen, obwohl diese Maßnahme in Fachkreisen längst veraltet ist“.

Georg Gruber vom Amt der NÖ Landesregierung, Regionalstelle Industrieviertel, erklärte: „Wir haben einen Baumkataster erstellen lassen. Den einen Baum hat man als landschaftsbringendes Element belassen, aber aus Sicherheitsgründen musste er stark zurückgeschnitten werden. Die andere Alternative wäre gewesen, ihn zur Gänze zu entfernen.“