Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:27

von Alina Burlacu

Misstöne um Job-Aus. FPÖ wettert gegen die „Kündigung“ einer Reinigungskraft im Gymnasium. SP-Konter: „Sachverhalt verdreht“.

Sabine S. (52) wurde der Arbeitsvertrag kein weiteres Mal verlängert, sie wandte sich an Christian Höbart, FPÖ.  |  NOEN, Foto: FPÖ

Zu einem sozialen Skandal soll es in der Marktgemeinde gekommen sein, meint zumindest FPÖ-Obmann Christian Höbart. Sabine S., aufgrund einer überstandenen schweren Krebserkrankung zu 50 Prozent behindert, soll der befristete Arbeitsvertrag kein drittes Mal verlängert worden sein. Die Guntramsdorferin war als Reinigungskraft im Oberstufenrealgymnasium tätig.

Die zuständige Bereichsleiterin hätte S. „in einem ungemein herzlosen und fast schon zynischen Kurzgespräch“ mitgeteilt, dass seitens der Gemeinde kein Interesse besteht, den „bisher immer auf ein halbes Jahr befristeten und bereits seit Beginn meiner Tätigkeit zwei mal verlängerten Arbeitsvertrag in einen unbefristeten Vertrag umzustellen“, meint S.

Kurzfristiger und befristeter Vertrag

Sie habe sogar hören müssen, dass sie nun „als 52-Jährige die letzten Jahre zum AMS gehen soll. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen“, erzählt die Guntramsdorferin, die sich nun in psychologischer Behandlung befindet und entsprechende Medikamente nehmen muss.
Höbart kann nicht verstehen, wie man „eine bedürftige Frau aus dem ohnehin angespannten Arbeitsmarkt hinaus drängen kann. Zum Schämen“.

Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, stellt klar, dass „niemand gekündigt wurde: Die Dame wusste von Beginn an, worauf sie sich einlässt. Es war von Anfang an ein kurzfristiger und befristeter Vertrag, der ausgelaufen ist. Ich finde es sehr bedenklich, wenn hier Schicksale von Leuten hergenommen werden und bewusst Sachverhalte verdreht werden“, ärgert sich der Ortschef. Das sei „typisch FPÖ“. Zudem finde er es traurig, dass auch die Betroffene sich „nicht daran erinnern kann, dass alles im Vorfeld besprochen wurde und wir ihr zu einem Wiedereinstieg ins Berufsleben verholfen haben“.
Die Stelle werde auch nicht nachbesetzt, wie Weber informiert.