Erstellt am 29. April 2016, 06:14

von Alina Burlacu

Opposition gegen den Gym-Beschluss. Nach der letzten Unterbrechung durch ÖVP und FPÖ stimmen diese nun gegen Außensportanlagen und Einrichtung.

Statt Bürgermeister und Stellvertreter müssen sich Werner Deringer (l.) und Christian Höbart mit der Oppositionsrolle abfinden.  |  NOEN, Burlacu

Die letzte Gemeinderatsitzung wurde unterbrochen, da die ÖVP und FPÖ aus Protest gemeinsam den Sitzungssaal verließen. Grund war die bevorstehende Beschlussfassung über die Finanzierung der Außensportanlage und der Einrichtung für das Oberstufenrealgymnasium im nicht-öffentlichen Teil; die NÖN berichtete.

So wollten die beiden Fraktionen ein Zeichen setzen, denn es gäbe zu wenige Informationen, rechtfertigen Werner Deringer, Obmann der ÖVP, und Christian Höbart, Obmann der FPÖ, den Auszug.

In weiterer Folge lud die ÖVP zu einem überparteilichen Gespräch. Dieser Einladung folgten neben der FPÖ auch NEOS, wie Deringer berichtet: „Es kam zu sehr konstruktiven Vorschlägen. Beim Gespräch haben wir es als sinnvoll erachtet, die Verwertung und Errichtung einer modernen Freizeit-, Sport- und Schulsportanlage einer Machbarkeitsstudie zu unterziehen, um die weitere Vorgangsweise auszuloten.“

„Möglichkeiten zur Info nicht wahrgenommen“

Die SPÖ kam der ÖVP-Einladung nicht nach. Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, begründet das so: „Ich begrüße grundsätzlich die Initiative Deringers, möchte jedoch klarstellen, dass in dieser Angelegenheit sämtliche Möglichkeiten, sich zu informieren, bis zum heutigen Tage leider von der Opposition nicht angenommen wurden.“

Weber setzte einen kurzfristigen weiteren Termin zur nochmaligen Besprechung an. „Wir haben sehr gerne den Gemeindevorstand eingeladen, um sich nochmals über Hintergründe zu dem Punkt zu informieren. Jedes Vorstandsmitglied hatte auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.“

Eine „offene und positive Diskussion“ soll die Folge gewesen sein, wie Weber erzählt. „Warum sie dann aber im Zuge der Sitzung nicht mitgestimmt haben, weiß ich nicht“, bedauerte Weber das Abstimmungsverhalten der ÖVP und FPÖ in der aufs Neue anberaumten Gemeinderatsitzung.