Erstellt am 25. März 2016, 06:04

von Alina Burlacu

Wirbel ums Weinfest: Rummel-Platz gesucht. Nach Neu- und Umgestaltung des Rathausplatzes muss Vergnügungspark (20. Juli bis 1. August) ausweichen.

Die zur Tradition gewordenen Jakobitage gehören bereits zum Sommer dazu. Heuer finden sie von 20. Juli bis 1. August statt.  |  NOEN, Burlacu

Seit 40 Jahren gehörte der Vergnügungspark zum Fixpunkt bei den Jakobitagen. Doch der ist nicht jedem willkommen. Zudem stehen die Flächen am Rathausplatz durch die Um- und Neugestaltung nicht mehr zur Verfügung.

Nun bemühen sich die Vergnügungsparkbetreiber über soziale Medien um Unterstützung – und finden diese bei der FPÖ, wie Obmann Christian Höbart bestätigt: „Noch im Vorjahr wurde in Aussicht gestellt, heuer den Rathausplatz wieder nutzen zu können.“ Die Anrainer hätten aber im Zuge einer Befragung eindeutig dagegen gestimmt. Eine unzumutbare Vorgehensweise, wie Höbart findet: „Das ist eine ‚No Na Net‘-Frage, wenn der Bürgermeister die Anrainer des Rathausplatzes fragt, ob diese ein Autodrom vor der Nase haben möchten.“

Er wünscht sich eine „gemeinsame Lösung mit Anrainern und Betreibern“ und startet eine Unterschriftenaktion.

Alternativflächen wurden angeboten

Der Veranstalter der Jakobitage, der Jakobikreis, muss sein Veranstaltungskonzept bei der Gemeinde einreichen. Betreffend Rummelplatz hat Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, bereits in den Vorgesprächen mitgeteilt, dass sich die Situation am Rathausplatz schon im Vorjahr verändert hat.

Dennoch sollen den Betreibern bereits Alternativflächen angeboten worden sein: „Am Tabor, unweit jenen Flächen, wo der Vergnügungspark bis in den 90er-Jahren war“, wie Weber betont. Seiner Ansicht nach dürften die Aufregungen der letzten Jahre alleine durch den Betrieb eines Autodroms und Tagada entstanden sein.

„Ich gehe davon aus, dass das Aufstellen von Karussells und andere Attraktivitäten für Kinder keinen stören würden. Ich bin mir sicher, für diese gemeinsam mit dem Veranstalter öffentliche Flächen im Ortszentrum zu finden.“

Suche nach Lösungen, Gespräche laufen

Den Standort Am Tabor hält Michi Hofstädter, Obmann des Jakobikreises, für „nicht akzeptabel. Ich kann nicht Jugendliche und Kinder hinunter schicken, wo es kein Sicherheitssystem gibt“. Gespräche laufen. Die Raiffeisen Regionalbank sei bereit, ihren Privatparkplatz zur Verfügung zu stellen. Aber das sei „nur eine halbe Lösung, so verlieren wir Parkplätze“, so Hofstädter. Seine Kritik: „Der Rathausplatz sollte eine Bewegungs- und Veranstaltungszone werden. Jetzt darf man da nichts veranstalten?“

Seitens der Gemeinde wurde dem Veranstalter „angeboten, dass sie uns einen Sponsor suchen, damit wir nicht die volle Rechnung tragen, aber trotzdem fehlt dann was für die Jugend“.

Die Amtsleitung erklärt: „Die Gemeinde ist bekanntlich nicht Veranstalter, daher ist das Angelegenheit des Jakobikreises. Die Gemeinde unterstützt aber seit Jahren die Jakobitage, wie etwa über Tätigkeiten des Bauhofes und ist somit verlässlicher Partner.“ Um dennoch eine Lösung zu finden, hat das Jugendreferat noch zum gemeinsamen Gesprächstermin eingeladen.