Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:58

von Daniela Purer

Haus Roshan eröffnet in Breitenfurt. Bei einer kleinen Feier wurden die Flüchtlinge im Ort willkommen geheißen. Zur Stärkung gab es orientalisches Essen.

Bürgermeister Ernst Morgenbesser, ÖVP, begrüßt die Asylwerber. Die Jüngsten haben ihren ersten Schultag bereits hinter sich.  |  NOEN, Daniela Purer

Das Containergebäude beim Caritasheim St. Bernadette mit dem Namen „Haus Roshan“ („Morgenröte“, persisch) wurde im Rahmen einer kleinen Feier eröffnet.

Insgesamt sind nun 74 Asylwerber im Gemeindegebiet untergebracht: 38 aus Afghanistan, je 14 aus Syrien und dem Irak, fünf aus dem Iran, einer aus Guinea-Bissau sowie zwei Staatenlose. Die 48 unbegleiteten Minderjährigen und Familien im Haus Roshan werden von der Caritas zusammen mit Psychologen, Sozialarbeitern und Pädagogen rund um die Uhr betreut. 26 Personen sind in Privatquartieren untergebracht.

Von den 74 Asylwerbern besuchen vier die Volksschule Breitenfurt und neun die Mittelschule Perchtoldsdorf. Die Asylwerber dürfen Tätigkeiten bei den Wohnungsvermietern und für die Allgemeinheit leisten. So sind einige an zwei Tagen pro Woche als Helfer am Bauhof eingesetzt und erhalten dafür vier Euro pro Stunde.

Bei der Eröffnungsfeier dankten Martin Schelm, Leiter der Caritas-Betreuungseinrichtung, und der für die Erzdiözese Wien zuständige Caritas-Geschäftsführer Alexander Bodmann allen Beteiligten, die das Zustandekommen dieses Projekts gefördert haben.

„Ich wünsche den Flüchtlingen aber auch 
den baldigen Frieden in ihrer Heimat“,
Bürgermeister Ernst Morgenbesser

Peter Rozsa von der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe der NÖ Landesregierung würdigte auch die Umstände, unter denen das Haus entstehen konnte: „Zum einen haben wir in der Caritas einen verlässlichen Partner, dem wir vertrauen können. Zum anderen hat sich auch die Gemeinde Breitenfurt kooperativ gezeigt, sodass das Haus zu einem Vorzeigeprojekt geworden ist.“

Bürgermeister Ernst Morgenbesser, ÖVP, sagte weitere Hilfe zu und unterstrich vor allem die Bedeutung, die der Initiative WIN und den vielen privaten Helfern zukommt. „Ich wünsche den Flüchtlingen aber auch den baldigen Frieden in ihrer Heimat“, so Morgenbesser.

Bei den halbstündig stattfindenden Führungen durch die Container konnten sich die Besucher ein Bild von der Situation der Flüchtlinge machen. Betreuer Rudolf Grafl erzählt: „Mittag- und Abendessen kochen sich die Flüchtlinge selbst. Auch geputzt wird selbst.“