Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:48

von Gerald Burggraf

Heftige Attacke: Zwist um Jungmusiker. Biedermannsdorfs Blasmusik-Chef fordert Hilfe aus dem Musikschulverbund mit Laxenburg und spricht von "Boykott"

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Seit rund einem Jahr ist der musikalische Leiter Gerhard Arnold mit dem Aufbau der Blasmusik Biedermannsdorf beschäftigt; mit derzeit 16 Mitgliedern noch eine recht kleine Truppe.

Dass der Aufbau dauern würde, war Arnhold von Anfang an klar. Um den Verein jedoch auch für die Zukunft fit zu machen, suchte der Musikchef den Kontakt zur Musikschule Laxenburg-Biedermannsdorf.

„Dort spielen acht Biedermannsdorfer Saxofon, zwei Trompete“, weiß Arnhold. Damit ergibt sich enormes Potenzial für seine Truppe, doch bisher hat noch kein Nachwuchskünstler den Weg von der Musikschule zur Blasmusik gefunden.

Arnhold fühlt sich von der Musikschulleitung „boykottiert. Ich hab noch vor der Gründung unserer Blasmusik mit Musikschulleiter Peter Kreuz über eine Zusammenarbeit gesprochen. Eine Reaktion kam bisher nicht.“

Arnhold droht mit Musikschul-Austritt

Laut Arnhold werde die Blasmusik „schlechtgeredet“. „Man sagt den Schülern, dass wir nur schwere Stücke spielen. Das stimmt so aber gar nicht.“ Auch in der jetzigen Truppe gebe es Anfänger, die Noten lernen müssten. Arnhold droht sogar offen mit einem Austritt Biedermanndorfs aus dem Musikschul-Verbund mit Laxenburg.

Peter Kreuz ist entsetzt: „Das ist eine bodenlose Frechheit und eine Verleumdung der Musikschule.“ Man habe die Blasmusik nie boykottiert, es gebe nur einfach ein großes Zeitproblem bei den Schülern. „Sie haben eben einen sehr vollen Terminkalender“. Vielmehr liege ihm die Kooperation mit den Biedermannsdorfern „persönlich am Herzen. Immerhin komme ich selbst aus diesem Metier“, sagt Kreuz auch in seiner Funktion als Bezirkskapellmeister der Bezirksarbeitsgemeinschaft Bruck/Leitha (BAG).

Man arbeite an Verbesserungen und lege etwa nun verstärkt Flyer der Blasmusik auf.