Erstellt am 06. November 2015, 05:32

von Kristina Mitrovic

Flüchtlingsheim bereitet Sorgen. Ein neues Zuhause ist für die Heidesiedlung in Brunn geplant. Anrainer jedoch sind gegen diese Unterbringung.

Margaritta Piatti (Caritas), Martin Schelm (Caritas), Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ) und Pfarrer Adolf Valenta bei der Flüchtlingsversammlung.  |  NOEN, Mitrovic

Bei einer Versammlung zum Thema Flüchtlinge kam es am Donnerstag im BRUNO zu durchaus raueren Tönen aus dem Publikum. Das geplante Flüchtlingsheim für 45 Asylwerber, das von der Pfarre zur Verfügung gestellt wird, ist in der Heidesiedlung in Brunn geplant, und lässt niemanden kalt. Die Befürchtungen der Anrainer des Heidewegs sollten durch den Infoabend gemildert werden.

Mehr als 200 Einwohner sind laut einer privaten Unterschriftensammlung gegen die Unterbringung der Flüchtlinge in ihrer Siedlung. „Wer garantiert uns Sicherheit, besonders unserer Kinder?“, beklagte sich ein Bürger. Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ), Margaritta Piatti, Martin Schelm von der Caritas und Pfarrer Adolf Valenta versuchten, die Anwesenden zu beruhigen.

Unterbringung wird kein Massenquartier

„Als sich die Situation mit den Flüchtlingen im Sommer zugespitzt hatte, hat mich das Thema auch bewegt. Deswegen ist auch die Marktgemeinde daran interessiert, die Asylwerber in der Heidesiedlung unterzubringen. Wir haben keinerlei Interesse daran, ein Massenquartier zu schaffen“, betont Valenta.

Auch Martin Schelm versichert „die ständige Beobachtung der Flüchtlinge während des Aufenthalts. Wir werden sie 24 Stunden lang rund um die Uhr in ihrem neuen Zuhause betreuen. Auf der Wiese, am fast 2.000 m² großen Grundstück, soll ein dreistöckiges Holz–Fertigteilhaus errichtet werden. Die Eröffnung ist voraussichtlich im März 2016. Derweil ist die Unterbringung von 30 unbegleiteten Minderjährige und 15 Familien und Erwachsene geplant.“ Die Entscheidung über das Heim in der Heidesiedlung steht aber noch nicht fest. „Die Bedenken und Sorgen werden sehr ernst genommen. Wir werden vieles mitnehmen. Es ist ja auch unsere Verantwortung“, so Valenta.