Erstellt am 18. März 2016, 06:24

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Finale für den Engel. Nach fünf Saisonen „Bühne im Berg“ läuft die Bewilligung für die Unter-Tag-Inszenierungen von Andi Berger aus.

Jubel über eine gelungene Aufführungsserie von »Der Blaue Engel« in der Hinterbrühler Seegrotte und zugleich über fünf erfolgreiche Saisonen unter Tage.  |  NOEN, Bühne im Berg

Es ist ein Abgang mit viel Applaus gewesen, immerhin lockte allein „Der Blaue Engel“ über 2.500 Besucher ins unterirdische Varieté in der Seegrotte. Den 19 regulären Vorstellungen wurden noch zwei außertourliche angehängt.

Dass in eine der letzten Aufführungen auch Peter Turrini, der Autor der Bühnenfassung, kam und Andi Berger sowie seinem Team höchstes Lob zollte, war für den Intendanten und Regisseur schon etwas Besonderes. Berger: „Dieser Ritterschlag aus berufenem Munde hat mich doch sehr gefreut.“

Sehr gute Besucherzahlen

Generell habe man sich über fünf Produktionen hinweg über sehr gute Besucherzahlen freuen dürfen, ebenso über eine Erweiterung des Einzugsbereiches. Natürlich sei die La Mancha-Inszenierung in der ersten Saison sensationell gewesen, so Berger: „Da war die Idee, die Seegrotte zu bespielen, ganz neu, die berührende und stimmungsvolle Inszenierung mit Alfons Noventa und Tamás Ferkay, das war schon ein großer Erfolg; Faust war etwas anders, weil es natürlich auch ein Literaturstück ist.“

Naturgemäß hatten die Wiederaufnahmen weniger Vorstellungen und somit weniger Besucher, dennoch war alles insgesamt konstant, so Berger.

Bewilligung nach fünf Jahren abgelaufen

Nun fiel nach fünf Jahren der letzte Vorhang. Die Bewilligung galt nur für diesen Zeitraum. Berger dazu: „Vielleicht machen wieder einmal was, aber das hängt auch von den Bewilligungen ab. Die werden immer mehr, und irgendwann kann man sie nicht mehr stemmen. Wenn der Auflagendruck immer größer wird, überlegt man sich, ob sich dieser gigantische logistische Aufwand sich lohnt.“

Abgesehen davon sei es immer schwieriger, dann auch Stücke zu finden, die in die Seegrotte passen und auch gekürzt werden dürfen.

Nachdenkpause und Sondierung 

Doch nix ist fix. Pläne und Ideen hat Berger allemal: „Ich könnte mir vorstellen, dass eine Art Stationen-Theater reizvoll wäre, auch der See würde sich anbieten. Aber hier hätte man dann wirklich viele Hürden zu überwinden. Berger: „Vorerst ist jetzt einmal Sondierungs- und Nachdenkpause, alles andere wird sich im Laufe der Zeit weisen.“