Erstellt am 13. November 2015, 06:43

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Hilfe für Flüchtlinge koordinieren. Um Erfolg bei der Integration von Flüchtlingen zu haben, setzt die Gemeinde auf den Faktor Betreuung.

Georg Karolus-Burkhart und Franz Fehringer(r.) mit Ortschef Erich Moser (m.).  |  NOEN, Gemeinde

Engagiert setzt sich die Gemeinde Hinterbrühl hinsichtlich der Bewältigung des Flüchtlingsproblems ein. „Derzeit werden zwei gemeindeeigene Unterkünfte instandgesetzt“, so Bürgermeister Erich Moser, ÖVP: beim Anningersaal und das ehemalige Friedhofswärterhaus. Die Arbeiten werden voraussichtlich mit Ende November abgeschlossen sein.

Pro Wohneinheit findet je eine Familie von fünf bis sechs Personen eine Unterkunft. „Um diese Personen adäquat betreuen zu können, wird eine Sozialhelferin oder ein Helfer gesucht“, erklärt der Ortschef, „ich bin der festen Meinung, dass die Betreuung einer der Erfolgsfaktoren ist, um sinnvolle Integration zu ermöglichen.“

Diese Person soll alle Wege mit und für die beiden Familien erledigen und auch bei Schule, Kindergarten und Arztbesuchen assistieren sowie die freiwilligen Helfer koordinieren und organisieren. „Diese Position ist zeitlich auf ein Jahr befristet und wird durch das AMS gestützt, so dass sich die Kosten für die Gemeinde in Grenzen halten“, ergänzt Moser: „Eine weitere Struktur, die ich installieren möchte, ist die Position von zwei freiwilligen, unentgeltlich arbeitenden Flüchtlingskoordinatoren.“

Ihre Aufgabe wird es sein, sämtliche Belange in Zusammenhang mit dem Flüchtlingswesen innerhalb des Ortes zu koordinieren und eine Vernetzung der verschiedenen Stellen der Flüchtlingsbetreuungen herzustellen. Des Weiteren sollen diese freiwilligen Flüchtlingskoordinatoren auch dem geplanten Sozialhelfer der Gemeinde als Ansprechpartner dienen. Inzwischen haben sich Georg Karolus-Burkhart und Franz Fehringer, zwei erfahrene Manager, bereit erklärt, diese Positionen zu übernehmen.