Erstellt am 27. November 2015, 05:38

von Gaby Schätzle-Edelbauer

SOS-Kinderdorf ist in Warteposition. Nachdem sich der Regionalverein nicht aufgelöst hat, gilt es nun, die Zusammenarbeit neu zu regeln.

Symbolfoto  |  NOEN, BilderBox

„Wir sind nach wie vor in Erwartung eines Vorschlages, der die weitere Zusammenarbeit des Innsbrucker Vereines von SOS-Kinderdorf und unseres Zweigvereines regelt“, so Hannes Mahler vom Verein SOS-Kinderdorf Hinterbrühl.

Zwar hatte man einen Brief aus Innsbruck erhalten, aber keinen Vorschlag. Die Vorgeschichte: Bis zum Jahr 2014 existierten parallel zum zentralen Verein in Innsbruck zehn Regionalvereine, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit, Spenden und andere Unterstützungen kümmerten. Mahler: „Diese waren früher auch Dienstgeber der Mütter.“ Dann avisierte Innsbruck die zentral orientierte Umstrukturierung und damit auch die Auflösung der Regionalvereine. Dem leisteten alle Folge, außer der Verein Hinterbrühl, der Grundeigentümer der Dorfanlage ist. Mahler: „Mit der Auflösung ginge der Besitz an den Hauptverein, dabei würden auch nicht unerheblich Grunderwerbssteuern anfallen, die das SOS-Kinderdorf zahlen müsste.“

Aus der Innsbrucker Zentrale heißt es: „Hintergrund der Umstrukturierung ist eine Verwaltungsvereinfachung zwischen Haupt- und Zweigverein. Deswegen braucht es nun neue Vereinbarungen mit dem aus rechtlicher Sicht eigenständigen Verein SOS-Kinderdorf Wienerwald. Hinsichtlich der pädagogischen Angebote hat man sich schon geeinigt, jetzt gilt es noch, die Nutzung der Liegenschaften zu regeln.“ Der Zeitpunkt des Vertragsentwurfes hänge unter anderem vom Gesprächsverlauf ab.