Hinterbrühl

Erstellt am 21. Juli 2016, 06:35

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Staumauer für Hochwasserschutz zu teuer. Auch die Anrainer hätten kaum Freude mit einem derartigen baulichen Eingriff in das Landschaft- und Ortsbild.

Hochwasser in Klosterneuburg  |  NOEN, Christoph Hornstein

„Wichtig ist es jetzt, wirklich Experten zum Zug kommen zu lassen“, bezieht sich Bürgermeister Erich Moser, ÖVP, auf die laufenden Debatten darüber, wie der Gießhübler Bachlauf so geregelt werden könnte, damit bei Starkregen die Wassermassen so kanalisiert werden, dass es zu keinen Überflutungen kommt. Im Zusammenhang damit müssen auch Vorrichtungen dafür sorgen, dass die Einlaufschächte nicht durch Schwemmgut verstopft werden.

Die Spezialisten der Wildbachverbauung evaluieren derzeit dafür zwei Varianten: Die eine ist eine Staumauer bei der Hundeauslaufzone. Diese ist nicht nur eine finanziell kaum leistbare, sondern auch eine, die die Anrainer nicht unwesentlich beeinträchtigen würde.

Retentionsbecken mit Rechenanlage

Plan B wäre ein Retentionsbecken mit Rechen, der Äste und Gebüsch zurückhalten und ein problemloses Einfließen des Wassers ermöglichen sollen.

Das zweite Projekt wäre eine Art Retentionsbecken an derselben Stelle mit eingebauten Rechen, die Verklausungen verhindern bzw. eine Art Überlauf ermöglichen sollen.

Dies wäre auch eine Vorstufe für weitere Maßnahmen, wie Moser meint: „Die Ergebnisse, die uns die Experten vorlegen, sind dann die Grundlage für eine sachliche Diskussion und die Umsetzung.“

Wichtig sei hier, zwischen tatsächlichen Schäden, die eintreten können, und einer Reduktion von Risiko abzuwägen. Moser: „Im ganzen Ortsgebiet gibt es auf dem Katastrophenplan rote und gelbe Zonen, die den Liegenschaftseigentümern signalisieren, dass auf diesen Grundstücken Hochwassergefahr besteht. Hier ist nicht Panikmache angesagt, sondern sachliche Information. Selbsternannte Spezialisten nützen hier nichts.“