Erstellt am 01. Januar 2016, 05:38

von NÖN Redaktion

Wer will den Biber?. Nachdem noch immer kein neues Revier gefunden wurde, ist "Ferdinand" nun zum Abschuss frei gegeben.

Die Biberfalle hatte bisher noch keinen Erfolg.  |  NOEN, Hucek

Nun geht es dem Brunner Nagetier, das sich im Bereich der AURA-Siedlung herumtreibt – die NÖN berichtete – an den Kragen: das Bibermanagement des Landes Niederösterreich hat eine Falle aufgestellt, stellen die Bauten des Nagers doch eine akute Gefahr bei Hochwasser dar.

Die Umsiedlungspläne waren zunächst daran gescheitert, dass es kein freies Revier in der Umgebung gegeben hatte. Nun ist der Biber sogar zum Abschuss freigegeben, der teilweise Widerstand aus der Bevölkerung ließ nicht lange auf sich warten.

Gemeinderat Wolfgang Hucek (NEOS) engagierte sich von Anfang an für den Biber und reichte Einsprüche bei den Behörden ein: „Ich kann die Biberfalle von meiner Wohnung aus sehen und versuche natürlich alles, um hier eine Möglichkeit für eine Umsiedelung zu schaffen. Momentan bin ich sogar im Gespräch mit einer Gemeinde an der Donau, deren Namen ich noch nicht nennen darf; die prüft gerade, ob eine Möglichkeit besteht, den Biber aufzunehmen.“

Absiedlung ist sogar finanziell abgedeckt

Die finanzielle Abwicklung sei bereits geplant: „Die Firma OBI hat nach wie vor 1.000 Euro zur Verfügung gestellt, wenn das Tier umgesiedelt wird. Auch mit der Firma AURA ist bereits vereinbart, dass ich den Biber bekomme, wenn ich einen Platz habe, wo man ihn hintransportieren kann. Falls eine Gemeinde dazu bereit wäre, Ferdinand aufzunehmen, wären wir sehr dankbar.“

Manfred Knotzer, Pressesprecher der Eigentümerin Firma Aura denkt, dass es in jedem Fall höchste Zeit ist, dass der Biber das Revier verlässt: „Genau die Leute, die sich im Sommer noch aufgeregt haben, sind jetzt die, die sich beschweren, weil der Biber Bäume annagt und die Autos gefährdet sind“, erzählt Knotzer. „Meines Wissens nach ist ausgemacht, dass das Tier, sobald gefangen, ans Tierschutzhaus übergeben wird, sofern ein Platz gefunden wurde.“