Erstellt am 10. Oktober 2015, 04:57

von Johannes Taschler

"Brauche mehr Action". Maya Hakvoort war über 1.000 Mal die Elisabeth im gleichnamigen Musical und sieht sich als "Mutter"der Gesellschaft.

Musicalstars Marjan Shaki, Mark Seibert, Lukas Perman und Maya Hakvoort (v.l.) nach dem großen Erfolg in Brunn am Gebirge.  |  NOEN, BEG/Ulrike Nemec

NÖN: Seit Kurzem leben Sie in Brunn. Wie gefällt es Ihnen im Bezirk Mödling?

Maya Hakvoort: Als ich noch in Wien gelebt habe, hatte ich – nicht nur wegen meiner Kinder – das Bedürfnis nach etwas mehr Ruhe, wollte aber trotzdem in der Nähe von Wien bleiben. Ich bin dann nach Hinterbrühl gezogen, jedoch brauchte ich etwas mehr Action. Hier in Brunn ist es viel lebendiger, was mir als Holländerin schließlich wichtig ist. Es gibt eine gute Infrastruktur, ich bin schnell in Wien und kann trotzdem die Ruhe genießen.

Was schätzen Sie besonders an der „Heimatregion“?

Hakvoort: Als Holländerin schätze ich es sehr, dass man hier so gut Fahrrad fahren kann.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Hakvoort: Ja, natürlich! Aus der Kraft sein Wesen zu zeigen. Das schaffe ich vor allem durch das Singen, meine Familie, insbesondere meine beiden Kinder.

Welchen Rat können Sie Jungen auf den Weg geben, die eine ähnliche Karriere anstreben wie Sie?

Hakvoort: Man muss sehr tüchtig sein und sein Handwerk beherrschen. Es ist aber auch wichtig, durchzuatmen und Geduld mit sich selbst zu haben. Man darf keinesfalls den Erfolg, sondern muss die Entwicklung anstreben.

Wie sind Sie eigentlich zur Musik gekommen?

Hakvoort: Ich komme aus einer musikalischen Familie. Zwar waren meine Eltern keine Berufsmusiker, aber das Erlernen eines Musikinstrumentes im Kindesalter war für sie fixer Bestandteil der Erziehung. Ich wollte schon als Kind Musik machen und habe immer davon geträumt, Sängerin zu werden.

Manche Bühnendarsteller nehmen ihre Rolle nach der Vorstellung mit nach Hause. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Hakvoort: Manchmal kommt das tatsächlich auch bei mir vor. Als ich Elisabeth gespielt habe, habe ich mich zu Hause oft gefragt, warum ich so deprimiert bin und habe dann gemerkt, dass ich mit den Gefühlen noch in meiner Rolle gefangen war.

Waren Sie die treibende Kraft, die Musical-Session nach Brunn zu holen?

Hakvoort: Es war so, dass Vizebürgermeister Gerhard Feichter angefragt hat und ich war sofort dabei. Auch die lokale Musikschule mit ihrem Kinderchor haben wir erfolgreich ins Programm eingebunden. Ich bin sehr stolz, dass unser Werk so gelungen ist.