Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Jahrhundert der helfenden Hände. Jubiläum im Landespflegeheim / Anlässlich des 100-Jahr-Festaktes wurde auch der Neubau der Mödlinger Institution offiziell eröffnet.

Von Christoph Dworak

MÖDLING / Exakt am 14. März 1912 wurde das Bezirksarmenhaus Mödling seiner Bestimmung übergeben. 100 Jahre später verfügt das Landespflegeheim über einen top-modernen Zubau, der im Zuge der samstägigen Festveranstaltung auch offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Direktor Gerhard Reisner bedankte sich vor allem bei den Heimbewohnern und Mitarbeitern, die „die Veränderungen in den letzten vier bis fünf Jahren mitgetragen haben“. Noch habe man nicht alles erreicht, man dürfe „aber feiern und uns über das Erreichte freuen“.

Zwei unverzichtbare Personen des Hauses sind Heimärztin Margarethe Kerschbaum und Pflegedirektorin Elisabeth Grothaus. Kerschbaum hat diese Funktion bereits seit 20 Jahren inne. Sie hat auch die Initiative des freiwilligen Besuchsdienstes gestartet: „Heimbewohner brauchen nicht nur medizinische, sondern auch soziale und persönliche Betreuung.“

Grothaus berichtete über die vielen Herausforderungen, die im Pflegedienst anfallen: Langzeitpflege, Kurzzeitpflege, Hospiz, Demenz und strahlte: „Unser Haus sieht jetzt aus wie ein Hotel.“ Entsprechend toll seien nunmehr auch die Arbeitsbedingungen in diesem sehr fordernden Pflegeberuf.

Andreas Wörndl vom Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Hochbau, weiß, wie die Architektur Pflegekonzepte unterstützen kann: „Der Unterbringung der Personen in Wohngruppen gehört die Zukunft.“ Zudem übergab er ein Schneckenhaus und ein Schnecken-Bild: „Als Symbole für das Daheimsein und die individuellen Lebensformen.“

Otto Huber, Chef der Abteilung NÖ-Landeskrankenanstalten und Landesheime, ist „überzeugt, dass das Landespflegeheim Mödling eine Vorreiterrolle übernehmen wird. Neues wird hier immer sehr gut aufgenommen“.

Bürgermeister Hans Stefan Hintner ist froh, dass ein Großteil der Pflegeoffensive des Landes nach Mödling geflossen ist. „Hier wird tagtäglich angewandte Nächstenliebe gelebt.“

Landesrätin Barbara Schwarz, ÖVP, ist „überwältigt, welcher Geist in diesem Haus herrscht. Zuwendung und Wertschätzung werden hier groß geschrieben. Man spürt, dass Pflege hier Berufung ist“.

„... auch fortan alles aufzubieten und beizutragen, damit das Bezirksaltenheim Mödling weiterhin eine Institution der Hilfe, ein Segen für die hilfsbedürftige Menschheit bleibe“,

erneuerte Direktor Gerhard Reisner das bereits 1937 abgegebene Versprechen.