Erstellt am 01. April 2016, 05:34

von NÖN Redaktion

Jugend trägt zur Lebensqualität bei. Nicht weniger als 164 NÖ-Kommunen sind – vorerst einmal bis 2018 – zertifizierte Jugend-Partnergemeinden des Landes.

Auch Gießhübl gehört zu den »Jugend-Partnergemeinden«: Bürgermeisterin Michaela Vogl, Andrea Stoidl, Landesrat Karl Wilfing, Therese Seiringer, Brigitta Prochaska und Markus Vlasek.  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer
Als zuständiger Landesrat freut sich Karl Wilfing, ÖVP: „Die Rekordbeteiligung zeigt, dass die Zertifizierung große Bedeutung für die Jugendarbeit in Niederösterreich hat.“ Um als Jugend-Partnergemeinde anerkannt zu werden, setze „viel Engagement voraus, das von 164 Gemeinden großartig erbracht wurde. Besonders freut mich, dass wir eine Steigerung an zertifizierten Gemeinden von rund 30 Prozent gegenüber der Aktion 2013 hatten“, betonte Wilfing beim NÖ Jugendforum im Multiversum Schwechat.

Die Zertifizierung als „NÖ Jugend-Partnergemeinde“ ist für die Gemeinde eine Bestätigung, dass Jugendarbeit mit hoher Qualität geboten wird. Der Bogen der Kriterien spannt sich dabei von der kommunalen Mitbestimmung junger Menschen, über das Raumangebot für die Jugend bis hin zu innovativen Zukunftsinitiativen und einer guten Öffentlichkeitsarbeit.

Niederösterreich federführend

Wie überhaupt „Niederösterreich im Bereich der kommunalen Jugendarbeit federführend“ sei, ließ Wilfing nicht unerwähnt. Seit Anfang 2013 gibt es die Regelung, die besagt, dass in jeder der 573 Gemeinden eine Jugendgemeinderätin bzw. einen Jugendgemeinderat bestellt werden muss. Dieser Beschluss des NÖ Landtages ist in der Gemeindeordnung verankert.

Abschließend gab’s Lob: „Unsere 164 Jugend-Partnergemeinden bieten enorme Vielfalt. Sie zeigen auf, was mit jungen und für junge Menschen in den Gemeinden und Regionen in Niederösterreich entwickelt werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lebensqualität in einer Gemeinde enorm erhöht wird, wenn junge Menschen sich engagieren und beteiligen.“

Mödling einmal mehr zertifiziert

Einmal mehr zertifiziert wurde die Bezirkshauptstadt Mödling. Unter anderem, weil „es Räumlichkeiten für Veranstaltungen für Jugendliche gibt, wir Termine anbieten, die auch der Gesundheitsförderung dienen und auch die Volksschulen über ein umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche verfügen“, merkte Hubert Wallner vom Jugend-und Sportreferat stolz an.

Nicht zu vergessen auf die „Einbindung der Jugend bei EU-weiten Partnerschaften, dem Generationenspielplatz oder dem Skaterplatz“. Inklusive der Unterstützung des „Haus der Jugend“ war der Gemeinde die Jugend knapp 400.000 Euro „wert“.

Perchtoldsdorf wiederum konnte vor allem mit Skateplatz und Pumptrack, dem Jugendtreff „JuMP“ im Hyrtl-Haus, der Ferienbetreuung für Jugendliche (durchs Hilfswerk), Auslandsstipendien für Studierende sowie unzähligen Vereinsangebote für Kinder und Jugendliche punkten, merkte Jugend-Gemeinderat Jan Cernelic, ÖVP, erfreut an.

Die Gemeinden

  • Brunn am Gebirge
  • Gießhübl
  • Gumpoldskirchen
  • Guntramsdorf
  • Kaltenleutgeben
  • Laxenburg
  • Mödling
  • Perchtoldsdorf
  • Wiener Neudorf

Reaktionen

„Natürlich ist es schwer, im urbanen Raum der Jugend etwas zu bieten, das es in Wien nicht gibt. Dennoch versuchen wir das mit dem Jugendtreff sowie dem Raum unter dem Bahnhof, der den Jugendlichen zur Verfügung gestellt wird. Und ich denke, es klappt nicht so schlecht -- wir freuen uns jedenfalls sehr über die Auszeichnung“,
Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ, Brunn am Gebirge

„Die Unterlagen wurde auf Initiative unserer Jugendgemeinderätin Therese Seiringer eingereicht und von der Jury positiv beurteilt. So stellen wir den Jugendlichen die G-Card mit ermäßigten Taxifahrten zur Verfügung, es gibt Fußballplätze und einen Funcourt und auch die Vereine, wie die Feuerwehr, leisten Jugendarbeit. Des Weiteren wird im Frühjahr am Perlhof ein Skaterplatz errichtet.“
Bürgermeisterin Michael Vogl, ÖVP, Gießhübl

„Aktuell sind wir schon mit der Planung des Ferienspiels beschäftigt, das auch in diesem Sommer für Spiel, Spaß und Action sorgen wird. Natürlich kümmern wir uns auch um alle weiteren Jugendbelange, die wir künftig im Rahmen eines wöchentlichen Jugendtreffs besprechen werden“,
Jugendgemeinderat Philip Hack, ÖVP, Gumpoldskirchen

„Unsere Jugendarbeit wurde unter anderem wegen der aktiven Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Bürgerbeteiligungsprojekte, etwa dem neuer Rathausplatz, den Spielplatz am Tabor, und dem Jugendtreff ,Froschfabrik’, der mit über 300 m² einer der größten Jugendtreffs in ganz NÖ ist, ausgezeichnet. Natürlich wurden auch unsere Sommerfreizeitaktivitäten wie Beach Party, Ö3-Blobbing mit eigenem Jugendkonzept gelobt.“
Jugendgemeinderat Patrick Slacik, SPÖ, Guntramsdorf

„In Kaltenleutgeben bieten wir ein vielseitiges Programm für unsere Jugend an. Angefangen bei der mobilen Jugendarbeit, den Pfadfindern, der freiwilligen Feuerwehrjugend, der Sportunion bis hin zum ASK ist für jeden etwas dabei. Vom Gemeindebudget werden rund 20.000 Euro aufgewendet“,
Jugendgemeinderätin Bernadette Schöny, ÖVP, Kaltenleutgeben

„Wir legen großen Wert darauf, dass die Jugend selbst mitbestimmen kann, was in ihrer Heimatgemeinde geschieht. Das beginnt schon in der Volksschule, wo wir die dritte Klasse zu einer Mini-Gemeinderatssitzung einladen. Die läuft dann so ab wie eine richtige Sitzung. Auch unser Jugendclub im Kaiserbahnhof wird sehr gut angenommen, wohl auch wegen der kompetenten Betreuung, die es dort gibt“,
Jugendgemeinderätin Sylvia Wohlfahrt, ÖVP, Laxenburg

„Unser großes Projekt ist aktuell die Neugestaltung des Skaterparks. Dafür warten wir gerade eine Förderung ab, unterdessen hören wir den Jugendlichen zu, was sie von einem solchen Gelände neben den Rampen erwarten. Ein Dauerbrenner bei den Jugendlichen sind natürlich die Konzertfahrten, bei denen wir bis zu 90 Prozent zuschießen“,
Jugendgemeinderat Philipp Kocher, ÖVP, Wiener Neudorf