Perchtoldsdorf

Erstellt am 14. Oktober 2016, 07:01

von Christoph Dworak

30 neue Wohnungen in Perchtoldsdorf. Nächste Etappe im Rahmen des Projekts nach den Plänen von Architekt Hannes Toifel: 30 Wohnungen übergeben.

Insgesamt 30 Mieterinnen und Mieter freuen sich auf ihre Startwohnungen in der Wiener Gasse.  |  NOEN, Dworak

1953 wurde mit dem Bau der Gemeindewohnungen in der Wiener Gasse 124 – 126 begonnen. Bei Freigabe der Anlage im Jahr 1954 war Perchtoldsdorf bereits wieder eigenständige Gemeinde, die Wohnungen lagen damit fernab Wiener Gebiets und wurden, was die Betreuung betrifft, eher stiefmütterlich behandelt.

Es dauerte allerdings bis 2007, ehe Perchtoldsdorf die Anlage um knapp 800.000 Euro von Wien erwarb und an die WET-Wohnbaugenossenschaft verkauft. Womit das Projekt „Junges Wohnen“ gestartet wurde. Vor viereinhalb Jahren erfolgte der Spatenstich für die Sanierung von 60 und den Neubau von 29 Wohnungen.

Leistbares Wohnen als Auftrag

Am Montagnachmittag wurden die nächsten 30 Wohnungen an die jungen Mieter vergeben. „Wir kommen damit dem Auftrag des Landes, leistbare Wohnungen zu errichten und zu übergeben, nach“, merkte Walter Mayr, Geschäftsführer der NÖ Wohnbaugruppe, an.

Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, weiß, dass das Vorhaben „alles andere als einfach war“. Alt-Mieter mussten zum Teil während der Bauphase übersiedeln. Den neuen, jungen Mietern wünschte Schuster „einen spannenden Lebensabschnitt in der ersten eigenen Wohnung“.

Soziales Miteinander ist wichtig

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, machte die Wichtigkeit des Projekts deutlich: „Die Antwort auf das Verlassen des Mama-Nests heißt ,Junges Wohnen’. Jetzt werden Wohnträume wahr.“ Neben Wohn- und Lebensqualität hoffte Mikl-Leitner auch auf eines: „Soziales Miteinander. Das ist unheimlich wichtig.“

Die Wohnungen sind zwischen 45 m² und 56 m² groß, schlagen sich monatlich mit etwa 450 Euro (warm) zu Buch und stehen den jungen Mietern nur für eine gewisse Zeit (Startwohnungen) zur Verfügung. Die Vergabe erfolgt nach einem ausgeklügelten System.

Noch sind zwei Trakte von den Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen betroffen.