Erstellt am 26. November 2015, 05:38

von Daniela Purer

Voller Erfolg für die ";Bürgerwerkstatt". Sehr viele Bürger arbeiteten in den insgesamt sieben Workshops fleißig mit. Hier die Ergebnisse auf einen Blick.

Bürgermeister Josef Graf, hier mit Gemeinderätin Sonja Häusler und Vizebürgermeister Hannes Stiehl (v.l.), war überrascht über den regen Zuspruch der Veranstaltung.  |  NOEN, Daniela Purer

Einen vollen Erfolg kann das als "Bürgerwerkstatt" bezeichnete Beteiligungsverfahren bezüglich der Gestaltung des zukünftigen Ortskonzeptes verzeichnen. Zahlreiche Besucher beteiligten sich an dem Abend in der Turnhalle. Sieben Stationen kennzeichneten die verschiedenen Aufgabengebiete im Ortsgebiet. Die Besucher konnten selbst entscheiden, in welchem Workshop sie mitgestalten wollen. Nach einstündiger Schaffensphase stellten die jeweiligen Gruppensprecher die Ergebnisse vor.

Waldmühle: Grundsätzlich wünschen sich die Einwohner hier vor allem eine Verkehrsbereinigung (Nachtbus, Nutzung der Bahntrasse) sowie den Erhalt der Natur, besonders in Zusammenhang mit dem illegal benutzten Badesee.

Dreifaltigkeitsplatz und Bahnhof: Hier gibt es permanente Wünsche, wie die gemeinsame Nutzung des Bereiches für Jugend und Senioren (kleines Kaffeehaus, Urban Gardening Zonen) und temporäre Anliegen (ein Wochenmarkt). Ob der Bereich zum Wohnbau genutzt werden sollte, war man sich in der Gruppe nicht einig.

Stefaniegasse: Die Grundidee lautet, mehr für Radfahrer zu bieten. Konkret für die Gasse wünschen sich die Bürger eine Bäckerei, Begegnungszonen und keine großen Wohnkomplexe.

Ortszentrum: Ungefähr 70 bis 80 Ideen sind hier zusammengekommen. Wichtig ist den Bürgern, den größten Schandfleck des Ortes, das alte Castello, von der Gemeinde aufkaufen zu lassen, da es sich derzeit in Privatbesitz befindet. Zudem soll der Rathausplatz auch optisch zu einem echten Hauptplatz werden, das ehemalige Mannschaftsgebiet der Feuerwehr soll abgerissen werden. Zudem wünscht man sich eine Tiefgarage vis a vis der Turnhalle.

„Das große Interesse der Leute zeigt, dass sehr viele bereit sind,
bei der Zukunft des Ortes mitzuwirken.“
Johann Schadwasser, ÖVP

Emmelpark: Dieser sollte eine Grünoase bleiben. Vor allem die Kinder der Volksschule haben sich in diesem Workshop stark eingebracht. Man wünscht sich, unter anderem den Quellenbereich zu öffnen und zugänglich zu machen.

Bachgasse: Hier sind laut den Einwohnern die Gestaltungsmöglichkeiten gering. Man verlangt vor allem eine Lösung des Verkehrsproblems. Zudem wird der Bau von Reihenhäusern, anstatt von Einfamilienhäusern angestrebt.

Ellinggraben: Die größte Kritik bei diesem Workshop war, dass Kaltenleutgeben kein zentraler Ort ist und daher nicht unbedingt ein Wachstum angestrebt werden muss. Zudem fungiert der Ellinggraben als Eingang beziehungsweise Ausgang in den Ort und sollte dementsprechend optisch einladend gestaltet werden.

Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, war so begeistert von dem Engagement der Bürger, dass er zu einem weiteren Diskussionsabend geladen hat.