Erstellt am 12. Mai 2016, 06:34

von Daniela Purer

Wird See Sperrzone?. Laut Perchtoldsdorfs Bürgermeister Martin Schuster, VP, werden Gebiete rund um den Steinbruchsee tabu.

Klaus Wechselberger von der Umweltinitiative.  |  NOEN, Daniela Purer

Der Lokalaugenschein des Kaltenleutgebner Stausees, die NÖN berichtete, brachte einige neue Erkenntnisse. So soll laut dem Bürgermeister von Perchtoldsdorf Martin Schuster, ÖVP, dessen Gemeinde Eigentümerin des Areals ist, in Kürze ein Naturschutzbescheid erlassen werden.

Klaus Wechselberger von der Umweltinitiative Kaltenleutgeben erklärt: „Das bedeutet eine Sperrzone für das hintere Offenland und seitlich des Felshanges. Ein Aufenthalt auf der großen Lagerwiese, voraussichtlich mit zeitlichen und flächenmäßigen Einschränkungen, wird weiter grundsätzlich möglich sein.“

Im Klartext heißt dies, dass genannte Zonen nur mehr für Grundeigentümer, Jagdpächter, Naturwacheorgane oder künftig ausgebildete Vereinsmitglieder zugänglich sind. Details sind aber noch zu vereinbaren.

Für den ebenfalls anwesenden Umweltanwalt Wolfgang List wurde von den Mitgliedern der Umweltinitiative ein detaillierter Rechtsfragenkatalog zusammengestellt. Dieser wurde in den wichtigsten Punkten auch vor Ort behandelt. „Die Gemeinde Kaltenleutgeben, auf deren Gebiet sich der See befindet, kann sehr wohl auf den Wasserstand Einfluss nehmen und Ausschreitungen und Zuwiderhandlungen mittels Besitzstörungsklage Einhalt gebieten.“ Wie bereits berichtet, soll die untere Zufahrt durch Schrankenversetzung noch unattraktiver werden.

„Leider muss bei diesem Modell der Nutzung die Einrichtung einer Mülltrenninsel anscheinend noch warten. Auch eine Parkraumbewirtschaftung wäre uns lieber gewesen“, so Wechselberger.