Erstellt am 08. Mai 2016, 05:34

von Daniela Purer

Info statt Bestrafung. Gemeinsam mit Bürgermeister Martin Schuster aus Perchtoldsdorf fand ein Lokalaugenschein beim Steinsee statt.

Marion Campus, Christian Apl, Roman Lahodynski, Martin Schuster, Klaus Wechselberger, Wolfgang List, Michael Heiss und Georg Czedik-Eysenberg (v.l.).  |  NOEN, Purer

Gemeinsam mit dem Bürgermeister aus Perchtoldsdorf Martin Schuster, ÖVP, den Grün-Gemeinderäten Christian Apl (Perchtoldsdorf), Marion Campus (Kaltenleutgeben) und Interessierten der Umweltinitiative Kaltenleutgeben mit Klaus Wechselberger an der Spitze fand eine Begehung des Steinbruchsees statt.

Schon aufgrund der Besonderheiten der Besitzverhältnisse, Perchtoldsdorf ist Eigentümerin, der See befindet sich aber aufgrund eines Gebietstausches in Kaltenleutgeben, kam es rund um den See immer wieder zu Problemen.

Badeverbot wird missachtet

Vor allem an heißen Sommertagen nutzen viele Besucher trotz Badeverbotes den See und hinterlassen nicht nur Müll, sondern verwüsten das unter Naturschutz stehende Gebiet.

Der Pächter, die Steinbruchfirma Lafarge, hat sich nach über 100 Jahren zurückgezogen, nun ist Kaltenleutgeben für die Regelung des Verkehrs in diesem Gebiet und Perchtoldsdorf für die Pflege und Unterschutzstellung der Artenvielfalt rund um den See zuständig.

Schuster möchte statt auf Strafen lieber auf Aufklärung setzen und plant, Infotafeln mit Verhaltensregeln und einen zusätzlichen Schranken aufzustellen.

Weiters soll der Radverkehr kanalisiert werden. „Polizeikontrollen sind zwar sinnvoll, ich glaube aber, dass wir auch das Problem des Vandalismus mit Aufklärungsarbeit in den Griff bekommen“, so Schuster.

Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, erwartet von Perchtoldsdorf, dass geregelte Zustände hergestellt werden: „Untereinander gab es aber noch keine Abstimmungen.“