Erstellt am 24. März 2016, 06:04

von Christoph Dworak

Kein Ende im Streit mit Fiona Grasser. Der eigentliche Zivilprozess zwischen Brigitte Martzak und Fiona Grasser ist aus. Ein Da capo ist möglich.

Fiona Pacifico Griffini-Grasser und Helga Martzak. Die einstigen (Tierschutz-)Verbündeten verkehren nun über Anwälte.  |  NOEN, Christoph Dworak

Der Zivilprozess im Streit über Spendengelder nach dem Wiener Tierball im Jahr 2012 zwischen der Mödlingerin Brigitte Martzak als Veranstalterin und Fiona Pacifico Griffini-Grasser als Unterstützerin und Schirmherrin ist in der Vorwoche am Landesgericht Innsbruck ohne Einigung zu Ende gegangen.

Pacifico Griffini-Grasser hatte 50.000 Euro vom Unternehmen Swarovski lukriert und weitere rund 25.000 Euro gesammelt. Während die 50.000 Euro den vorgesehenen Tierschutzvereinen zugeflossen sind, war der Verbleib des restlichen Geldes vorerst offen geblieben. Martzak behauptete, die Spenden hätten laut einer Vereinbarung mit Pacifico Griffini-Grasser zwecks Aufwandsabdeckung an ihren Verein fließen müssen – die NÖN berichtete.

Exakt darum ging es am zweiten Verhandlungstag. „Selbstverständlich war ausgemacht, dass alles über unsere Konten geht“, meinte Martzak.

Pacifico Griffini-Grasser dementierte. Sie wollte nur Gutes tun, habe keine Gelder gesammelt, sondern lediglich Spender aufgetrieben.

Kreditschädigende Äußerung von Karl-Heinz Grasser

Für wesentlich mehr Wirbel sorgte Ex-Finanzminister & Fiona-Gatte Karl-Heinz Grasser, der als Zeuge gesagt haben soll, er hätte den Eindruck gehabt, dass sich Martzak persönlich bereichern wolle.

Das könnte nun ein gerichtliches Nachspiel haben, wie aus einem der NÖN vorliegenden Schreiben von Martzak’s Anwalt Udo Hansmann an die Rechtsvertretung Pacifico Griffini-Grasser’s hervorgeht: „Wie soll die Aussage des Herrn Grasser, dass meine Mandantin sich seiner Meinung nach persönlich bereichern wollte, anders gewertet werden, als eine kreditschädigende Äußerung?“

Seine Mandantin werde daher die weitere Vorgehensweise prüfen und „die angemessenen Schritte in die Wege leiten“, bekräftigte Hansmann.