Erstellt am 13. Januar 2016, 04:53

von Christoph Dworak

Kein Lampenfieber: ,Bin eine Rampensau’. Isabell Pannagl gehört dem "Dreigroschenoper"- Ensemble im Theater an der Wien an. Nervosität kennt sie nicht.

Isabell Pannagl freut sich sehr über das Engagement im Theater an der Wien.  |  NOEN, privat

Isabell Pannagl (25) aus Perchtoldsdorf ist trotz ihrer jungen Jahre schon groß im Geschäft. Die ausgebildete Musicalsängerin und Schauspielerin hat es auch als Kabarettistin zu bereits drei Programmen gebracht. „Bankerl’n geh’n“ hatte im Oktober im Raiffeisen Forum in Mödling Premiere.

Das Talent hat vielerorts Beachtung gefunden – unter anderem auch im Theater an der Wien, wo Isabell heute, Mittwoch, Premiere feiert: in Kurt Weill’s/Bert Brecht’s „Dreigroschenoper“. Neben Größen wie Tobias Moretti als „Mackie Messer“ Macheath, Angelika Kirchschlager als Celia Peachum und Anne Sofie von Otter als „Spelunken-Jenny“.

Unter der Regie des international renommierten Opernregisseurs Keith Warner ist Pannagl in einer Doppelrolle zu sehen: Als Prostituierte Molly und Ede.

"Regisseur Warner ist einfach super.“

All die bisherige Bühnenerfahrung seien ein Klacks gegen das aktuelle Engagement, verrät Pannagl im NÖN-Gespräch. „Es ist sicher die größte und intensivste Arbeit in meiner Karriere. Regisseur Warner ist einfach super.“

Und von der Zusammenarbeit mit Moretti, Kirchschlager & Co „kann man nur lernen. Es ist sehr interessant, wie jeder anders an die Rolle herangeht. Da kann ich viel davon lernen“.

Von Moretti ist Pannagl begeistert: „Er hat gute Tipps für mich parat und behandelt mich wie eine gleichwertige Kollegin.“ Bei einem kann er ihr aber nicht helfen: „Ich muss in 13 cm hohen Highheels tanzen“, schmunzelt Pannagl.

Keine Angst vor der Premiere

Angst vor der Premiere auf einer Bühne, die mit der „Dreigroschenoper“ zugleich das 10-jährige Jubiläum als Opernhaus „Theater an der Wien“ feiert? „Überhaupt nicht: Ich bin eine Rampensau, ich will auf die Bühne. Ich hoffe, das merkt man auch.“

Einziges Problem: Fans von Isabell und der Oper müssen sich beeilen. Nahezu sämtliche Vorstellungen sind bereits ausverkauft.