Erstellt am 29. April 2016, 09:54

von Gaby Schätzle-Edelbauer

„Kein Monsterbecken“ für Gaaden. aut einer Studie soll bei Gaaden ein 1,5 km lange und an der höchsten Stelle 8 Meter hoher Damm entstehen.

Gaadens Ortschef Rainer Schramm: »Wir können stolz auf diesen Erfolg sein.«  |  NOEN, privat

Laut einer Studie der Landesregierung soll, um allfällige Gefahren eines Jahrhunderthochwassers zu bannen, am Ortsende von Gaaden (Richtung Sittendorf) ein großes Retentionsbecken gebaut werden.

Ein Plan, der Ortschef Rainer Schramm, Wir Gaadner, nicht gefälltt: „Wir gehören zum Biosphärenpark, sind Natura 2000-Gebiet, und nun will man mitten in die Landschaft ein Monsterbecken bauen, dessen Damm an der höchsten Stelle 8 Meter hoch und rund 1.500 Meter lang ist. Das ist nicht zeitgemäß. Dass ein einziges Becken für den ganzen Bezirk da sein soll und das an einer Stelle, die alles andere als optimal ist, das kann’s nicht sein.“

Eigentlich sei Achau der hochwassertechnische Hotspot, und genau diese Region hätte gar nichts von dem Becken in Gaaden, so Schramm. Würde ein Jahrhundertwasser das Becken füllen und der Damm brechen, „darüber will ich gar nicht nachdenken“, sagt Schramm.

Lieber mehrere kleine als ein großes Becken

Viel sinnvoller wären mehrere kleinere, naturnahe Becken direkt an den den Zubringergewässern. Schramm kritisiert auch, dass in dieser Studie nur Hinterbrühl, Mödling und Gaaden untersucht und konzipiert wurden: „Da müssen doch auch der Gießhübler Bach, der für Hinterbrühl ein Problem ist, und die Gemeinde Wienerwald, von wo im Ernstfall sehr viel Wasser kommt, einbezogen werden.“

Gaadens Ortschef ortet noch weitere Probleme. Es seien zwei Abteilungen beteiligt, die Flussbau- sowie die Gebirgsbach- und Lawinenverbau-Abteilung: „Eine derartige Aufteilung ist kommunikationstechnisch nie gut.“

Ein weiterer Stolperstein ist die Aufteilung der Kosten: „Wenn die Kosten aufgeteilt werden sollen, müssen die unterschiedlichen Bevölkerungszahlen der Gemeinden berücksichtigt werden.“