Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Alexander Wastl

„Alte“ Tugenden sind gefragt. Alexander Wastl, über den Jugendwahn der Admira.

Der Fußballsport wird schnelllebiger, die Spieler dynamischer, die Debütanten immer jünger. Wie schnelllebig Fußball sein kann, hat die Admira eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Vom Fast-Absteiger zum Liga-Aufmischer im Cup-Semifinale. Dieser Prozess ging binnen eines halben Jahres über die Bühne – obwohl mit Sulimani, Katzer und auch Ex-Kapitän Windbichler Routine abgegeben wurde. Dazu hat auch „Oldie“ René Schicker seinen Beitrag geleistet. Sowohl im Abstiegskampf, als auch im Herbst, als der Steirer noch öfter ran durfte.

Eben dieser Herbst sorgte für einen komfortablen Punktepolster, eine breite Brust der Mannschaft und in weiterer Folge noch mehr Spielraum für das Trainerteam, um die Mannschaft weiter zu verjüngen. Die Admira-Offensive trumpft mit Wendigkeit, Tempo-Dribblings und einem Durchschnittsalter von 23 Jahren auf. Dinge, die der 31-jährige Schicker vielleicht nicht mehr so beisteuern kann.

Eine Tugend hat Schicker aber aufgrund seiner Erfahrung gewiss: Coolness. Jenes Puzzle-Teil, dass der Offensive momentan fehlt. Sieben Remis aus den letzten zehn Bundesliga-Runden: Vor dem Gehäuse versagten oft die Nerven. Etwas mehr Kaltschnäuzigkeit würde den Südstädtern derzeit guttun.