Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Alexander Wastl

Das Vertrauen zurückzahlen. Alexander Wastl, über die Personalie Christoph Knasmüllner.

Bayern München, Inter Mailand, Ingolstadt, Südstadt: Christoph Knasmüllners Karrierestationen klingen einerseits gut, ob der Chronologie sind sie aber bedenklich.

Der 23-Jährige galt als Top-Talent, spielte im U20-Team und landete letztlich dennoch im „Auffangbecken“ Admira. Im Sommer 2014 kam der Offensivspieler nach Maria Enzersdorf – und drohte erneut zu scheitern. Über eineinhalb Jahre zerbrachen sich Trainer Oliver Lederer und Co. den Kopf, wie man den talentierten Kicker denn zum Explodieren bringen könnte.

Starke Trainingsleistungen konnte Knasmüllner einfach nicht ins Spiel übertragen. In der Schlussphase des Herbstes dürfte nun endlich der Knopf aufgegangen sein. Tatsächlich war es Knasmüllners letzte Chance, als er beim 2:1-Sieg über Rapid in die Startelf rückte – und überzeugte. Seither wurde aus dem schon abgeschriebenen Edelreservisten eine nicht mehr wegzudenkende Waffe in der Offensive.

Knasmüllner ist die Entdeckung der Saison, nicht nur für Oliver Lederer und Ernst Baumeister. Der Vertrag läuft mit Sommer aus, andere Teams klopften sicher an. Ein Wechsel wäre aber verfrüht, in der Südstadt kann Knasmüllner ohne großen Druck weiter aufblühen – und das Vertrauen zurückzahlen.