Erstellt am 16. März 2016, 06:44

von Alexander Wastl

Der große Druck ist jetzt weg. Alexander Wastl über das letzte Saisonviertel der Admira.

Das Rapid-Spiel passte zur bisherigen Admira-Saison irgendwie wie die Faust auf‘s Auge. Als wäre es nicht genug, dass der Abstiegskandidat Nummer Eins in den Top Fünf herumgeistert, schickte man jetzt auch noch Titelkandidat Rapid mit einer 4:0-Belehrung zurück in die Katakomben des Happel-Stadions.

Das Ganze eine Woche nach einer ziemlich desolaten Vorstellung gegen den WAC. Das Ganze, mit einer Mannschaft, deren Durchschnittsalter knapp über 22 Jahren lag. Die Admira hat einmal mehr die gesamte Liga überrascht.

Noch schöner als der 4:0-Sieg über den Rekordmeister sind eigentlich nur die „Nebeneffekte.“ Die Südstädter rutschten vor dem letzten Saisonviertel auf Rang vier vor. Mit 37 Punkten braucht man sich mit dem Abstiegskampf nicht mehr zu beschäftigen, ab jetzt heißt es, das Erreichte zu verteidigen.

Dabei haben die Südstädter aber keineswegs den Druck wie im Abstiegskampf. Jetzt heißt es: Spaß haben, befreit aufspielen und genießen. Denn selbst wenn man Platz vier wieder an Mattersburg oder Sturm abgeben muss, wird den als „Fix-Absteiger“ Gehandelten kaum jemand böse sein. Ein Spiel wird für die Fans aber dennoch in die Kategorie „Pflichtsieg“ fallen: das Cup-Halbfinale gegen den SKN St. Pölten.