Erstellt am 20. Januar 2016, 05:23

von Christoph Dworak

Die Gemeinde macht nun ernst. Christoph Dworak über den langen Weg zu Tempo 80.

Es reicht den Gemeindevertretern in Wiener Neudorf. Die de facto nicht vorhandene Handlungsbereitschaft von ASFINAG und Infrastrukturministerium zwingt die Kommune zu einem nicht üblichen Mittel: Tempo 80 im Bereich des A2-Abschnitts Wr. Neudorf wird eingeklagt.

Die Argumente sprechen Bände und bedürfen wohl keiner weiteren Bestätigung: 144.129 Pkw (inklusive Transporter unter 3,5 Tonnen) machen den Abschnitt zum niederösterreichweit meist befahrenen – österreichweit getoppt nur von der Wiener Tangente (St. Marx) mit 162.676.

Damit einher geht nicht nur die Lärmbelastung (vor allem durch Abrollgeräusche), sondern eine nicht minder intensive Schadstoffbelastung. Und vor allem die gilt es zum Schutz der unmittelbaren Anrainer einzudämmen.

Hut ab vor der finalen Initiative der Gemeinde. Andererseits: Warum muss Tempo 80, das seit knapp 20 Jahren auf der A21 gilt zwischen Gießhübl und Brunn gilt (dort sind „nur“ 75.000 Pkw unterwegs), in Wr. Neudorf erst erstritten werden?