Erstellt am 06. April 2016, 06:24

von Alexander Wastl

Ein Abgang als gutes Omen. Alexander Wastl, über Admira-Erkenntnisse aus dem Mattersburg-Spiel.

Alle Neune: Drei Siege aus den Spielen gegen Rapid, Sturm und Mattersburg. Acht Tore erzielt, keines bekommen.

„Perfektion werden wir nie erreichen, die gibt es nicht“, erwidert Trainer Oliver Lederer die Frage, ob es momentan überhaupt irgendetwas zu bemängeln gebe.

So wurde etwa die vergleichsweise durchwachsene erste Hälfte in Mattersburg moniert. Ungewöhnliche Kritik für einen Fast-Absteiger der Vorsaison, der seit drei Runden eine leuchtend weiße Weste trägt. Die Erwartungshaltung der Admira hat sich in nicht einmal einem Jahr um 180 Grad gedreht. Der Blick geht nur mehr nach vorne – und nun Richtung Platz drei.

Ähnlich sieht es auch bei der Kaderplanung aus. Während im Vorjahr Abgängen wie Windbichler oder Auer nachgetrauert wurde, wird man diesen Sommer froh sein, wenn es wieder den ein oder anderen Platz mehr für Talente wie Malicsek oder Maranda gibt. Dass es auch ohne Protagonisten geht, untermauerte das 3:0, wo Schösswendter, Zwierschitz und Spiridonovic fehlten.

Die Admira braucht sich also weder vor der Transferzeit noch vor der kommenden Saison zu fürchten. Ein Abgang des Kapitäns wäre so gesehen gar kein schlechtes Omen. Nach dem Windbichler-Abschied liegt man besser im Rennen als in der Euro-League-Saison 2011/12.