Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:57

von Alexander Wastl

Ein Neustart wird schwierig. Alexander Wastl über den Fall der Perchtoldsdorfer.

Es ist noch nicht lange her, da zählte der SC Perchtoldsdorf in der Gebietsliga zu den Mittelständlern. Nach dem Abstieg 2013 konnte sich der Verein immerhin in der 1. Klasse Ost etablieren – bis jetzt.

Der Aderlass beziehungsweise Umbruch im Sommer war zu groß. Nach dem siebten Platz in der Vorsaison stehen die Perchtoldsdorfer derzeit ohne Punkte da – und das nach neun Runden. Der Abstieg scheint schon jetzt unausweichlich, nun schmiss auch noch Trainer Babicky wegen „Perspektivlosigkeit“ hin.

So aussichtslos ist die Lage aber gar nicht. Die U23 etwa befindet sich genau am anderen Ende der Tabelle, nämlich an der Spitze. Die Perchtoldsdorfer Jugendabteilung steht ohnehin seit jeher für tadellose Arbeit. Sowohl die U14, U15 als auch die U17 spielen in der Nachwuchslandesliga, sozusagen der „Königsklasse“ im Nachwuchs.

Die Grundlagen für einen „Neustart“ wären also allemal gegeben, dennoch könnte dieser schwierig werden. Denn wenn Perchtoldsdorf in die letzte Klasse absteigt, wird es noch schwieriger sein, Nachwuchstalente von einem Verbleib zu überzeugen. Die wandern dann nämlich nach Brunn, Wiener Neudorf, oder sonst wohin ab.
Perchtoldsdorf braucht nun ein ausgeklügeltes Konzept, um nicht alles zu verlieren.