Erstellt am 10. Februar 2016, 05:43

von Alexander Wastl

Ein Wandel der Mentaliät. Alexander Wastl, über den Frühjahrsauftakt der Admira.

Verkehrte Welt in der Südstadt. „Kratzen, beißen, zwicken“ mussten die Salzburger „Bullen“, um gegen die Admira den Sieg über die Runden zu bringen. Tugenden, die eher dem Leitbild der Südstädter entsprechen.

Die Admira verkaufte sich gegen die Mozarstädter mehr als teuer, ein Punkt wäre vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen. Dennoch: die Leistung sollte eigentlich Stolz machen, schließlich gab es im Herbst noch ein 0:8-Debakel gegen den Tabellenführer. Auf die Schulter klopfen wollte sich nach dem Spiel aber niemand.

Die Enttäuschung war vielleicht sogar noch größer als nach der klaren Pleite. Denn neben der sportlichen Entwicklung hat sich in der Südstadt aufgrund der positiven Ergebnisse auch ein Mentalitätswandel vollzogen. Während man im Herbst noch mit dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ Richtung Salzburg reiste, stellte man sich dem Ligakrösus diesmal mit den Worten „Da gibt es etwas zu gewinnen.“

Die Admira gibt sich mit guten Leistungen allein nicht mehr zufrieden. Das Salzburg-Spiel hat aber zumindest gezeigt, dass man sich auch vor Rapid im Cup-Viertelfinale nicht verstecken muss. Statt „dabei sein ist alles“, wird die Zielsetzung „wir fahren nach Klagenfurt“ sein.