Erstellt am 17. Mai 2017, 02:50

von Alexander Wastl

Gut, dass es die Admira gibt. Alexander Wastl über die rot-weiß-rote „Sturmfabrik“.

Österreich hat ein Stürmer-Problem. Klassische Speerspitzen a la Lewandowski, Benzema oder Costa sind generell rar gesätes Gut, bei uns jedoch besonders.

Mit Marc Janko steht eigentlich nur mehr einer dieser „Art“ im aktuellen ÖFB-Aufgebot. Freilich gibt es noch andere Kandidaten, die diese Position auch besetzen könnten, wenn es darauf ankommt. Von einer Idealsituation kann aber keine Rede sein.

Überspitzt formuliert könnte man sagen: Gäbe es die Admira nicht, es würde noch trister aussehen. Denn wo lernten etwa Marc Janko oder Marcel Sabitzer ihr Handwerk? Genau. In der Südstadt. Wobei: Kann das „Stürmer-Handwerk“ überhaupt erlernt werden? Wohl nur zum Teil. Es geht um Veranlagung und Instinkt, die Gabe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – und dann die richtige Entscheidung zu treffen.

Fähige Akademie-Trainer werden auch andere Vereine Österreichs besitzen. Die Admira versteht eines aber ganz besonders gut: Sturm-Talente überhaupt zu erkennen und zu fördern. Siehe Christoph Monschein oder Philipp Hosiner, die beide aus niedrigeren Ligen geholt wurden. Mit Patrick Schmidt scharrt das nächste Talent bereits in den Startlöchern.

Die Admira agiert eben wie ein guter Stürmer: Eiskalt zur richtigen Zeit am richtigen Ort.