Erstellt am 13. Januar 2016, 05:53

von Alexander Wastl

Gut Ding braucht Weile. Alexander Wastl, über Handball in der Südstadt.

Volle Ränge, tolle Stimmung und letztlich ein deutlicher Kantersieg gegen Italien: Österreichs Herren-Handballnationalteam fühlt sich in der Südstadt pudelwohl.

Das Team rund um den isländischen Coach Jóhannesson liegt in einer Gruppe mit Rumänien, Italien, und Finnland weiterhin ungeschlagen an erster Stelle. Mit einem Sieg über Rumänien am morgigen Donnerstag, könnte der Gruppensieg bereits fixiert werden. Eine Qualifikation für die WM-Endrunde in Frankreich 2017 wird dennoch schwierig, da man in den Play-offs auf Kaliber wie Deutschland oder Spanien treffen könnte.

Eine Nichtteilnahme wäre für den ÖHB aber keineswegs ein Weltuntergang, in der Mannschaft fand nach der erfolgreichen WM in Katar ein Umbruch statt. Teamgrößen wie Szilagyi oder Ziura zogen sich zurück. Hauptziel ist es, eine „neue“, vielleicht sogar noch stärkere Generation, heranzuziehen.

Ein ähnlicher Umbruch passierte auch bei den Damen von Hypo NÖ, die derzeit vor allem international mit der Konkurrenzfähigkeit hadern. Doch Trainer Feri Kovacs hat eine junge Truppe mit Potenzial um sich versammelt. Gut Ding braucht eben Weile – und manchmal auch ein weniger erfolgreiches Jahr zu Gunsten der Entwicklung.