Biedermannsdorf

Erstellt am 12. Oktober 2016, 07:24

von Christoph Dworak

Die Zeichen richtig deuten. Christoph Dworak über den Hintergrund der Versteigerung.

Es ist so weit: die Stadt Wien will ihr Schloss in Biedermannsdorf loswerden. Dass die Marktgemeinde schon seit Jahren das brachliegende ehemalige Kinderheim im Auge hat, ist nichts Neues. Anstrengungen, einen erschwinglichen Kaufpreis mit der Eigentümerin, eben der Gemeinde Wien, zu erzielen, sind bisher kläglich gescheitert.

Nun dürfte die Bundeshauptstadt auf anderem Weg versuchen, an Geld zu kommen: das Grundstück samt Gebäude im Herzen Biedermannsdorfs wird zur Versteigerung freigegeben.

Ohne der Gemeindeführung im Vorhinein Bescheid zu geben; muss(te) nicht sein, hätte man aber – zumindest als Akt der Höflichkeit (wenn schon nicht der guten Zusammenarbeit wegen) – durchaus tun können. Der Trumpf, den Biedermannsdorf über das Areal hat, ist einzig und allein die Widmungs-Hoheit. Ein möglicher Wohnbauträger hat aktuell (Sondergebiet Kinderheim und Sonderschule) keine Chance.

So gesehen ist die Versteigerung aus Sicht Wiens vielleicht als Zeichen zu deuten: Biedermannsdorf, es wird ernst – das Schloss ist jetzt zu haben!