Erstellt am 27. Juli 2016, 05:00

von Alexander Wastl

Herber Verlust, gutes Geschäft. Alexander Wastl, über den Abgang von Jörg Siebenhandl.

Nach Christoph Schösswendter muss die Admira einen zweiten, schmerzvollen Abgang hinnehmen. Jörg Siebenhandl belohnte sich für seine Leistungen mit einem Wechsel in Deutschlands zweithöchste Spielklasse.

„Nur“ zweite Liga, mögen die einen sagen. Doch finanziell, infrastrukturell als auch vom Zuseherinteresse her, wird Siebenhandl eine neue Welt kennenlernen – in der Vorsaison lag der Schnitt bei gut 19.000 Zuschauern pro Spiel. Doch der Wechsel war nicht nur für Siebenhandl ein guter Deal.

Im Gegensatz zu Schösswendter hatte der Keeper noch Vertrag in der Südstadt. Die Admira holte sich somit gutes Geld für Siebenhandl ab, den man im November 2014 noch aus der Not heraus vor der Bedeutungslosigkeit beim „FC AMS“ rettete.

Ähnlich verhielte es sich im Falle eines Abgangs von Srdjan Spiridonovic. Wie auch Siebenhandl stand der Edeltechniker nach einer verkorksten Zeit in Italiens Serie B am Karriere-Tiefpunkt, ehe in der Südstadt die 180-Grad-Wende gelang. Die Admira formte so gesehen aus zwei Abgeschriebenen heiße Transferaktien.

„Speedy“ wäre – wie auch Siebenhandl – trotz der vorhandenen Alternativen wohl kaum Eins zu Eins zu ersetzen. Qualitativ ein herber Verlust, finanziell jedoch umso lukrativer.